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Übersicht der Pressemitteilungen der Stiftung

 

Stiftungshaushalt 2018 verabschiedet

Zu seiner heutigen Herbstsitzung in Bautzen hatte der Stiftungsrat der Stiftung für das sorbische Volk eine umfangreiche Tagesordnung zu beraten. Der wohl wichtigste Punkt war die Besetzung der Intendanz des Sorbischen National-Ensembles. Aufgrund von Klärungsbedarf bei der Vertragsgestaltung wurde die Personalie vorerst vertagt.

Einstimmig nahm der Stiftungsrat die Tätigkeitsberichte der Beiräte des Sorbischen National-Ensembles und des Domowina-Verlages, die Feststellung ihrer Jahresabschlüsse sowie die Prüfung der Verwendungsnachweise für das Geschäftsjahr 2015 zur Kenntnis und stimmte deren Entlastung zu. Künftig sollen die Berichte bis zum 30.11. des jeweiligen Folgejahres der Stiftung vorgelegt werden. Dazu sollen die Beiratsordnungen entsprechend geändert werden.

Weiterhin wurde beschlossen, die Maximalhöhe von 3 % für die Förderung von Trägeranteilen für Kindertageseinrichtungen des Sorbischen Schulvereins e.V. im Freistaat Sachsen beizubehalten. Ab 2019 soll dies auch für das Land Brandenburg gelten.

Bezüglich einer Studie zum künftigen Standort des Sorbischen Instituts schloss der Stiftungsrat die Errichtung eines sorbischen Begegnungszentrums nicht aus. Dabei sollten neben dem Sorbischen Institut mit dem Lesesaal der Sorbischen Zentralbibliothek weitere öffentliche Einrichtungen baulich integriert werden. Ein Architekturbüro wurde inzwischen mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Zur Frühjahrssitzung soll über die Entwicklung berichtet sowie ein konkreter Zeitplan der Umsetzung einschließlich zu erwartender Kosten vorgelegt werden.

Der Stiftungsrat nahm zur Kenntnis, dass das Prüfverfahren des Sächsischen Rechnungshofes über Zuwendungen und die Haushalts- und Wirtschaftsführung der Stiftung für das sorbische Volk für die Jahre 2010-2012 abgeschlossen ist.

Um verstärkt Projekte von Vereinen in der Ober- und Niederlausitz unterstützen zu können, soll ab 2018 ein Projektmanager-Pool geschaffen und erweitert werden. Dabei soll eine der Domowina zugeordnete volle Projektstelle finanziert werden. Bis zur Frühjahrssitzung soll die Arbeit des Projektmanagements weiter qualifiziert werden.

Der Stiftungsrat beschloss den Haushaltsplan der Stiftung für das sorbische Volk für das Jahr 2018 mit einem Gesamtbudget i. H. v. 18,725 Mio. Euro. Der Beschluss gilt vorbehaltlich der Verabschiedung der Haushaltsgesetze der Zuwendungsgeber - des Bundes, des Landes Brandenburg und des Freistaates Sachsen - für nächstes Jahr.

Bei der künftigen Förderung sind die im Frühjahr beschlossenen inhaltlichen Prioritäten zu beachten. Dazu gehören die Stärkung und der Ausbau sorbischer/wendischer Sprachräume (einschließlich Neue Medien), die Verstärkung der operativen und finanziellen Unterstützung von Projektträgern, ein professionelles Marketing, Nachwuchsgewinnung, die Initiierung innovativer Projekte mit großer Außenwirkung sowie eine verstärkte Anwerbung von Drittmitteln.

Die sorbischen Einrichtungen sind aufgerufen, anhand vereinbarter Zielvorgaben auf die Umsetzung der Prioritäten zu achten und konkrete Maßnahmen durchzuführen. Der Stiftungsrat erwartet dazu eine regelmäßige Erfolgskontrolle. Zudem soll ein jährlicher Geschäftsbericht über die Umsetzung der Eckdaten des HH-Planes informieren.

Als neues Mitglied im Beirat des SNE wurde Herr Pierre-Yves Bazin, stellvertretender kaufmännischer Geschäftsführer der Sächsischen Staatstheater Dresden, berufen.

Der Stiftungsrat beschloss, den Förderantrag des Vereins "Smy e.V." zur Wahl einer Volksvertretung der Sorben/Wenden abzulehnen. Der Antrag kann von der Stiftung für das sorbische Volk nicht unterstützt werden, da der Fördergegenstand nicht dem im Staatsvertrag über die Errichtung der Stiftung für das sorbische Volk beschriebenen Stiftungszweckes entspricht.