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Übersicht der Pressemitteilungen der Stiftung

 

Neuer Stiftungsrat mit neuem Vorsitzenden

Mit der Frühjahrssitzung des Stiftungsrates der Stiftung für das sorbische Volk am 28. April 2015 in Bautzen endete dessen bisherige, inzwischen 6. Legislaturperiode. Die neuen Vertreter, vornehmlich aus Reihen des sorbischen Volkes, wählten einstimmig den Medientechniker und Diplomingenieur Jan Budar (Jahrgang 1975) zum Vorsitzenden des Stiftungsrates. Die bisherige Vorsitzende Helene Theurich stand über zwei Wahlperioden an der Spitze des Gremiums. 

Der bisherige stellvertretende Vorsitzende, der Bautzener Landrat Michael Harig, wurde in seinem Amt bestätigt. Die Wahl des neuen Stiftungsrates mit insgesamt 15 ordentlichen Mitgliedern und deren Vertretern erfolgte satzungsgemäß für die Dauer von vier Jahren. 

Unmittelbar nach Übernahme der Leitung erklärte der neue Vorsitzende die Ziele der neu gewählten ober- und niedersorbischen Vertreter. Dazu gehört die Erarbeitung einer Strategie, um laufende Kommunikation mit der Stiftungsverwaltung und den sorbischen Einrichtungen zu führen und beständigen Kontakt zu anderen Entscheidungsgremien der Lausitzer Sorben und der Region zu pflegen. Die 12 Vertreter des sorbischen Volkes wollen sich dafür einsetzen, dass Projekte zur Stärkung der sorbischen Sprache, Kunst und Kultur auch außerhalb des deutsch-sorbischen Siedlungsgebietes eine Förderung durch die Stiftung erhalten. Für derartige Vorhaben beschloss der neue Stiftungsrat eine Förderung i. H. v. 35 % der zuwendungsfähigen Ausgaben des jeweiligen Projekts. Dazu wird es notwendig sein, die bisher geltenden Förderrichtlinien entsprechend zu überarbeiten.  

In Sachen der Personalie des Direktors der Stiftung für das sorbische Volk entschied der Stiftungsrat, die Stelle neu auszuschreiben mit dem Ziel, diese zum 01.07.2016 zu besetzen. Die Gründe dafür waren der kurzfristige Rückzug der Kandidatur eines der Bewerber und das Nicht-Zustandekommen der erforderlichen Zweidrittelmehrheit der Mitglieder des Stiftungsrates für die übrigen Bewerber. Laut Stiftungsratsbeschluss ist nunmehr eine Findungskommission einzusetzen, die aktiv nach möglichen Kandidaten sucht. Es ist zu prüfen, ob Personaldienstleister die Kandidatensuche unterstützen können. Zudem soll der amtierende Direktor gefragt werden, ob er seine Tätigkeit bis zum 30.06.2016 verlängern würde. Die Bestellung des Direktors soll zur Herbstsitzung (24.11.2015 in Potsdam) erneut auf der Tagesordnung des  Stiftungsrates stehen. 

Ein weiterer wichtiger Beschluss war der zum Haushaltsplan 2015 der Stiftung. Der Entwurf 

geht von Zuschüssen der Zuwendungsgeber an die Stiftung von insgesamt 18.117.400 Euro aus, davon des Bundes i. H. v. 8.715.000 Euro, des Freistaates Sachsen i. H. v. 6.460.700 Euro und des Landes Brandenburg i. H. v. 2.941.700 Euro. Hinzu kommen Investitionsmittel des Freistaates Sachsen i. H. v. 250.000 Euro für das Projekt „Sorbische Sprache in den neuen elektronischen Medien“. Bis die Länder ihre Haushalte beschlossen haben muss die Stiftung, wie bereits im vergangenen Jahr, nach vorläufiger Haushaltsführung arbeiten.