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Übersicht der Pressemitteilungen der Stiftung

 

Die 65. Sitzung des Parlamentarischen Beirates virtuell stattgefunden

Bautzen,

Artikel aus der deutschen Ausgabe der SERBSKE NOWINY am 25.11.2020

Lehrernachwuchs befriedigt nicht

Bautzen (SN/JaW). Sorbische Bildung in der Ober- und Niederlausitz war eines der Schwerpunktthemen der Online-Beratung des Parlamentarischen Beirates der Stiftung für das sorbische Volk am 23. November. "Wir sind sehr unzufrieden mit der derzeitigen Stand des Lehrer- und Erziehernachwuchses", sagte Beirats-Vorsitzender Marko Schiemann auf Anfrage. In Sachsen und Branden-burg reichen die Bildungskräfte nicht aus. In der Niederlausitz ist die Lage vor allem wegen des Schulsystems, größerer Schulen und aufgrund größere Entfernungen noch angespannter als in der Oberlausitz, so ein Fazit der Parlamentarier. "Beide Länder müssen mehr für den Lehrernachwuchs tun", fordert der CDU-Abgeordnete des Sächsischen Landtages. "Neben den Universitäten müssen beide Landesregierungen mehr auf den Weg bringen. Aus den Universitäten müssen so viele sorbische und sorbische/wendische Lehrer*innen hervorgehen, wie benötigt werden. In dem Punkt akzeptiere ich keine Ausreden mehr", betont Schiemann gegenüber den Serbske Nowiny.

Thema war ebenfalls der neue Staatsvertrag zur Finanzierung der Stiftung für das sorbische Volk. Hier erwartet Schiemann, dass der Bund, Sachsen und Brandenburg den Vertrag so schnell wie möglich unterzeichnen. Er ist "Grundlage für die Arbeit der Stiftung und so auch für den Erhalt und die Weiterentwicklung der sorbischen und auch wendischen Sprache und Kultur". Gesprochen haben die Beiratsmitglieder ebenfalls über das Strukturstärkungsgesetz. Ihre Unterstützung bieten hierbei vor allem die Bundestags-Abgeordneten Sylvia Lehmann, Ulrich Freese (beide SPD), Klaus-Peter Schulze und Andreas Lämmel (beide CDU) an. Bis Weihnachten soll geprüft werden, wie die sorbischen Projekte da-bei schnell umgesetzt werden können.

Informiert wurden die Mitglieder des Gremiums auch über den aktuellen Stand der Europäischen Bürgerinitiative Minority SafePack, mit der sich das Europäische Parlament bald befassen soll. Am 27. November wird sie auch im Bundestag thematisiert. Auf Antrag der Fraktionen CDU/CSU und SPD soll der Bundestag beschließen, die Europäische Kommission zur Umsetzung der Bürgerinitiative aufzufordern. Der Parlamentarische Beirat der Stiftung für das sorbische Volk unterstützt dieses Vorhaben zum Schutz nationaler Minderheiten in Europa.