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Übersicht der Pressemitteilungen der Stiftung

 

Das SNE sollte eigenes Profil weiter stärken

Bautzen,

Die Intendantin des Sorbischen National-Ensembles in Bautzen verlässt dieses zum 31.07.2021.
Was heißt das für das weitere künstlerische Schaffen des SNE?

Schon bei ihrem Antritt als Intendantin des SNE am 01.08.2018 artikulierte Judith Kubitz, dass sie die Zeit des auf drei Jahre begrenzten Vertrages zur Beurteilung nutzen will, ob sich ihre künstlerischen Vorstellungen mit den Möglichkeiten des Sorbischen National-Ensembles decken. Nach etwas mehr als zwei Jahren, davon fast eine gesamte Spielzeit unter Pandemie-Einschränkungen, entschied sie, dass sie für eine mögliche Vertragsverlängerung nicht zur Verfügung stehen wird. „Ich habe die Leitung der einzigen sorbischen professionellen künstlerischen Institution, welche unsere Musikkultur pflegt, aus dem Verantwortungsbewusstsein für meine sorbische Herkunft heraus angetreten. Gemeinsam mit Chor, Orchester und den Tänzern wollte ich die sorbische Musikkultur weiter entwickeln, die Qualität erhöhen und damit eine bessere Resonanz auf das Wirken des SNE in und außerhalb der Lausitz erreichen. In Anbetracht der derzeitigen Gegebenheiten im SNE sehe ich für die Verwirklichung meiner Ansprüche keine Zukunft.“, unterstreicht Judith Kubitz ihre Entscheidung. Damit endet ihr Amtieren als Intendantin zum Ende dieser Spielzeit.

Der Direktor der Stiftung für das sorbische Volk, die zugleich Gesellschafterin des SNE ist, Jan Budar, bedauert persönlich, dass „so eine kompetente Persönlichkeit, wie Judith Kubitz es ist, das Ensemble verlässt. Ich bin jedoch dankbar für wichtige Einschätzungen und Hinweise, die sie uns während der Zeit ihres Wirkens für die weitere Entwicklung des Hauses gegeben hat. Sie sind uns auch nach ihrem Abschied eine gute Richtlinie.“

Eine der ersten Initiativen der Intendantin nach Amtsantritt war die Umstrukturierung und Digitalisierung des Notenarchives. Dieses wurde ein gutes Jahrzehnt ziemlich vernachlässigt, so dass der Zustand des Archives der Wertigkeit dieser einmaligen Quelle sorbischer Musik nicht entsprochen hat. Genauso schnell erkannte Kubitz, dass gewisse Schlüsselpositionen für den alltäglichen Organisationsablauf nicht optimal besetzt sind, dem sie teilweise durch interne Umstrukturierungen abhelfen vermochte. Schon zum Ende ihrer ersten Spielzeit stellte Kubitz dem Stiftungsrat im Mai 2019 ein erstes internes Zwischenresümee vor.

Als im Stiftungsrat im Herbst 2020 darüber berichtet wurde, dass Judith Kubitz als Intendantin des SNE nicht länger zur Verfügung steht, erhielt der Direktor der Stiftung den Auftrag, die Erkenntnisse der vergangenen Jahre zusammen zu fassen und daraus konzeptionelle Empfehlungen für die weitere Entwicklung des Ensembles abzuleiten. Erste Gespräche mit externen Experten und ausgewählten Angestellten des Hauses hat Jan Budar schon geführt. Auf Grundlage seiner Vorschläge wird der Stiftungsrat auf seiner Sitzung Mitte Mai entscheiden müssen, wie es dann ab 01.08.2021 weiter geht. Die Durchsetzung der Forderung der sorbischen Vertreter und der Vertreter der Kommunen im Stiftungsrat im Frühjahr 2017, die Intendanz im SNE erneut zu besetzen, hält Jan Budar für richtig und zukunftsweisend: „Auch in Zukunft sollte die Verantwortung für die Geschicke des Sorbischen National-Ensembles in den Händen der künstlerische Leitung liegen, auch wenn die Auswahl für eine Neubesetzung nicht gerade groß ist. Ob jedoch eine Doppelspitze das richtige Konstrukt ist, sollte nochmals genau analysiert und bewertet werden.“

Der Fokus der aktuellen Entscheidungen liegt auf einer geordneten Übergabe aller künstlerischen Belange, vor allem hinsichtlich der Planung der nächsten Spielzeit. Deshalb übernimmt die wichtigsten internen Aufgaben bis zum Ende der Spielzeit zunächst der Vertreter der Intendantin, Tomas Kreibich-Nawka, in enger Abstimmung mit Judith Kubitz.