hornjoserbsce dolnoserbski deutsch
 
 
WILLKOMMEN
AKTUELLES
ÜBER UNS
FÖRDERUNG
PROJEKTE
KONTAKT
LINKS
IMPRESSUM

Pressemitteilung ::

Bautzen, den 10. Juli 2017

 

Neue Förderrichtlinie gültig

 

Mit der heutigen Veröffentlichung auf der Internetseite der Stiftung für das sorbische

Volk gilt eine neue Richtlinie zur Förderung von Projektvorhaben durch die Stiftung

für das sorbische Volk. Die bisherige Richtlinie verliert somit ihre Gültigkeit. Unter

www.stiftung.sorben.com → Projektförderung – steht Interessenten und potenziellen

Antragstellern die vereinheitlichte und in Teilen geänderte Förderrichlinie, die vom

Stiftungsrat am 4. April  2017 beschlossen wurde, zur Verfügung. Neu sind vor allem

die geänderten Fristen für die Antragstellung  - zu lesen in Abschnitt I Allgemeine

Bestimmungen. So müssen Anträge für Projekte in der ersten Hälfte des Jahres

bis zum 30. September des Vorjahres vorliegen. Projekte, die in der zweiten Hälfte

des Jahres stattfinden sollen, sind bis zum 31. März zu beantragen. Für

Projektvorhaben mit einem beantragten Fördervolumen von mehr als 10,0 Tsd. Euro

sind Anträge bis zum 31. Juli des Vorjahres einzureichen. Zwischenzeitlich gilt eine

Übergangsregelung, die besagt, dass Anträge für Projekte des 2. Halbjahres

2017 bis zum 31. August 2017, für Projekte des 1. Halbjahres 2018 bis zum 31.

Oktober 2017 in der Stiftungsverwaltung eingereicht werden müssen.     

Die Förderrichtlinie umfasst insgesamt 14 verschiedene Förderbereiche.     

 

Förderrichtlinie der Stiftung für das sorbische Volk (PDF)

 

 

Bautzen, den 13. Juni 2017

 

Neue Rechtschreibtools für Obersorbisch online bereitgestellt

 

Grundlegend überarbeitete Tools für die obersorbische Rechtschreibkontrolle stehen ab sofort unter www.soblex.de in der Rubrik Download zur Verfügung. Zugrunde liegt der Wortschatz, der im aktuellen obersorbisch-deutschen Rechtschreibwörterbuch von Pawoł Völkel verzeichnet ist, und das mit sämtlichen Beugungsformen und den am häufigsten gebrauchten Ableitungen – insgesamt über 4,8 Mio. Wortformen von ca. 61 000 Wörterbuch-Stichwörtern.

Das der Rechtschreibkontrolle zugrundeliegende Regelwerk, der „morphologische Generator“, wurde von Bernhard Baier und Wito Böhmak entwickelt. Das Vorhaben wird seit 2009 als Open Source Projekt von den beiden Programmentwicklern gemeinsam mit dem WITAJ-Sprachzentrum und der Stiftung für das sorbische Volk, seit 2015 mit dem Sorbischen Institut realisiert, das 2016 die Leitung und Koordination übernahm.

In den vergangenen beiden Jahren wurde das Programm in der sprachwissenschaftlichen Abteilung des Sorbischen Instituts unter der Leitung von Dr. Sonja Wölke einer gründlichen Qualitätskontrolle und einer umfassenden Überarbeitung unterzogen. Im Ergebnis steht jetzt eine Rechtschreibkontrolle zur Verfügung, die der obersorbischen orthografischen Norm entspricht.

Seit 2016 wird die Überarbeitung der Rechtschreibkontrolle im Rahmen der Initiative “Sorbische Sprache in den neuen elektronischen Medien” durch die Stiftung für das sorbische Volk gefördert. Dafür stellen der Freistaat Sachsen, der Bund und das Land Brandenburg zusätzliche Mittel zur Verfügung.

Zum Download bereit sind Tools für die aktuellen Office-Programme Libre-/OpenOffice und Softmaker Office sowie für den Browser Firefox und das E-Mail-Programm Thunderbird. Ein Rechtschreibmodul für Microsoft Office 2010 und 2013 ist auf der Seite des WITAJ-Sprachzentrums verfügbar. Die Einbindung in die aktuellen Versionen dieses weit verbreiteten Office-Pakets ist wünschenswert, aber ohne Entgegenkommen von Microsoft nicht realisierbar.

Gleichzeitig erhielt die Internetpräsentation www.soblex.de im Auftrag der Stiftung für das sorbische Volk ein überarbeitetes, auf verschiedene Bildschirmgrößen und für mobile Endgeräte optimiertes Design (responsive design). Auch eine neu entwickelte App für Android-Systeme, die einen schnellen Zugriff und eine Offline-Verfügbarkeit des Wortbestandes ermöglicht, ist ab Juli 2017 unter dem Namen „soblex – Prawje pisać“ verfügbar. Sie ergänzt die bereits seit Ende 2015 angebotene App „Prawje pisać“ für iOS-Geräte.

Derzeit wird im Sorbischen Institut an der Erweiterung des erfassten Wortschatzes gearbeitet, eine neue Version ist für das Frühjahr 2018 vorgesehen. Auch eine von Office-Programmen unabhängige Online-Rechtschreibkontrolle von Texten direkt im Browser steht für die Zukunft auf der Agenda.

 

Kontaktperson:           Dr. Sonja Wölke, Abteilung Sprachwissenschaft

                                 Tel.: 03591/4972-22, E-Mail: sonja.wölke@serbski-institut.de

 

 

Cottbus/Bautzen, den 8. Juni 2017

 

Bilderzyklus “SATKULA”  in Cottbus

 

Das Wendische Museum in Cottbus/Chóśebuz wird in Kürze über den kompletten Bilderzyklus SATKULA des Kärntner slowenischen Künstlers Karl Vouk als Bestandteil der Museumssammlung verfügen können.

Aus Anlass der Finissage der Ausstellung SATKULA. ODER DIE WA(H)RE LANDSCHAFT am 08.06.2017 im Wendischen Haus Cottbus/Chóśebuz geben der Förderverein Wendisches Museum e.V., vertreten durch die zuständige Kuratorin im Wendischen Museum Christina Kliem und die Stiftung für das sorbische Volk, vertreten durch den Direktor Jan Budar bekannt, dass zum 30. Juni 2017 der 2. Teil des Bilderzyklus SATKULA von Karl Vouk erworben und der Kunstsammlung des Wendischen Museums als Dauerleihgabe überlassen wird.

Den 1. Teil – 13 Bilder –, der aus insgesamt 25 Bildern im Format 70 x 100 cm bestehenden SATKULA-Werkserie haben die Stiftung für das sorbische Volk und der Domowina-Regional-verband Niederlausitz e.V. bereits im vergangenen Jahr gemeinsam erworben und der Museumssammlung als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.

Karl Vouk befasst sich in seinem Bilderzyklus SATKULA mit dem durch die Braunkohle-industrie in der Lausitz verbundenen Raubbau an Natur, Kultur und Identität, wodurch er insbesondere das in der Lausitz beheimatete kleinste slawische Volk betroffen sieht.

Der Künstler Karl Vouk verwendet im Bilderzyklus aktuelle und historische Fotografien im Zuge des Braunkohleabbaus abgerissener oder vom Abriss bedrohter Orte, Bilder zur sorbischen Kultur, Tagebaufolgelandschaften, eine Übersichtskarte zum Lausitzer Seenland und bringt sie in Zusammenhang mit textlichen Zitaten aus Jurij Brězans Roman “Krabat oder Die Verwandlung der Welt” und aus den Verfassungen des Landes Brandenburg und des Freistaates Sachsen.

Karl Vouk wurde 1958 in Klagenfurt/Celovec geboren. Sein Abitur absolvierte er als Mitglied der slowenischen Minderheit in Kärnten am Bundesgymnasium für Slowenen in Klagenfurt/Celovec. Er studierte Architektur an der Technischen Universität und an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Sein künstlerisches Schaffen umfasst Zeichnungen. Malerei, Fotografie, Objekte und Kunst im öffentlichen Raum. Er lebt und arbeitet in Rinkolach/Rinkole bei Bleiburg/Pliberk.

Vouk war Initiator des 2014 in Kärnten stattgefundenen sorbisch-deutsch-slowenischen Projekts PŘECHOD.ÜBERGANG.PREHOD, das 2015 in Telen auch in der Lausitz präsentiert wurde.

 

Besonderer Dank gilt dem Förderverein Wendisches Museum e.V. für seine Ankaufinitiative und Spendenaquise und folgenden Sponsoren und Spendern: dem Domowina-Regionalverband Niederlausitz e.V., der Sparkasse Spree-Neiße, dem Förderverein für die wendische Sprache in der Kirche e.V., dem Rotary Club Guben und den Privatpersonen Axel Arlt, Stephan Kaiser, Atrin Urbanski und Viktor Zakar.

 

 

Bautzen, den 7. Juni 2017

 

Ćišinski-Preis 2017 an Juro Mětšk

 

Der Ćišinski-Preis der Stiftung für das sorbische Volk 2017 wird dem sorbischen Komponisten Juro Mětšk (Jahrgang 1954) für sein herausragendes kompositorisches Schaffen und seine wissenschaftlichen Beiträge zur sorbischen Musik verliehen. 

 

Dies hat das Kuratorium des Ćišinski-Preises in seiner Zusammenkunft am  6. Juni 2017 in Bautzen entschieden.

 

Für den Förderpreis zum Ćišinski-Preis 2017 nominiert wurde die 41-jährige Schriftstellerin Lubina Hajduk-Veljkovićowa (geborene Schön) für ihren herausragenden Beitrag zur Entwicklung moderner sorbischer Literatur und zeitgemäßer Lernmittel zur Sprachförderung.

 

Beide Preise werden vom Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Herrn Stanislaw Tillich, am Samstag, dem 21. Oktober 2017 in Panschwitz-Kuckau verliehen. 

   

 

Bautzen, den 17. Mai 2017

 

SNE künftig mit Doppelspitze

 

In Fortführung seiner Frühjahrssitzung vom 4. April 2017 entschied der Stiftungsrat der Stiftung für das sorbische Volk gestern in Potsdam über die Zukunft der Leitung des Sorbischen National-Ensembles. Künftig soll die Einrichtung mit den künstlerischen Sparten Chor, Ballett und Orchester von einer Doppelspitze geleitet werden.

 

Der zum 31. Juli 2017 auslaufende Geschäftsführervertrag mit Frau Diana Wagner soll um fünf Jahre bis zum 31.07.2022 verlängert werden. Gleichzeitig soll die Stelle der Intendanz als künstlerische Geschäftsführung des SNE alsbald ausgeschrieben und zum 01.08.2018, zunächst befristet auf drei Jahre, besetzt werden. Bei erfolgreicher Besetzung der Intendanz nimmt Frau Wagner dann die Aufgaben der kaufmännischen Geschäftsführung wahr. Damit soll sowohl die Beibehaltung der derzeit stabilen wirtschaftlichen Lage des Hauses als auch dessen künstlerische Weiterentwicklung forciert werden.

 

Im Weiteren nahm der Stiftungsrat die Stellungnahme zur Umsetzung der Empfehlungen des Wissenschaftsrates vom 28.04.2017 anerkennend zur Kenntnis. Dabei würdigte er ausdrücklich die geleistete Arbeit des derzeitigen Interimsdirektors des Sorbischen Instituts e.V., Herrn Dr. Bartels und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - die größtenteils bereits erfolgte Veränderung der Struktur der Abteilungen Sprach- und Kulturwissenschaft sowie die gemeinsame Berufung der Direktorenposition des Sorbischen Instituts mit der TU Dresden. Hervorgehoben wurden vom Wissenschaftsrat auch die verstärkten Aktivitäten der neuen Leitung der Bibliothek und des Sorbischen Kulturarchivs des SI bei der Digitalisierung der Bestände. Außerdem wurde die Institutsleitung von der im Jahr 2014 beschlossenen halbjährlichen Berichtspflicht zur Umsetzung der Empfehlungen des Wissenschaftsrates entbunden.

 

Erfreulich wurde zur Kenntnis genommen, dass der Stand der Umbaumaßnahmen im Wendischen Museum in Cottbus gut vorangeschritten ist, sodass mit der Eröffnung der neuen Dauerausstellung Anfang 2019 zu rechnen ist. Wie Berndt Weiße, Mitglied des Stiftungsrates und Dezernent der Stadt Cottbus berichtete, werden die baulichen und die Statik beachtenden Maßnahmen Ende dieses Jahres abgeschlossen sein, in 2018 werde man sich der inhaltlichen Gestaltung der Präsentation widmen. Möglich wurde die Schließung der Finanzierungslücke durch die Bereitstellung zusätzlicher Mittel i. H. v. 300,0 Tsd. Euro durch die Stadt Cottbus. Schließlich ist das Wendische Museum von wahrnehmbar hoher Bedeutung nicht nur für die Sorben/Wenden in der Niederlausitz, sondern insbesondere auch für das Land Brandenburg. 

 

Bereits am 04.04.2017 einigte sich der Stiftungsrat auf klare Prioritäten der Förderung für das Haushaltsjahr 2018 und folgende. Die Beschlüsse werden veröffentlicht.

 

                 

Bautzen, den 5. April 2017

 

Stiftung mit klaren Prioritäten in die Zukunft

 

Zu seiner gestrigen Frühjahrssitzung im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in Dresden einigte sich der Stiftungrat der Stiftung für das sorbische Volk auf klare Prioritäten der Förderung für das Haushaltsjahr 2018 und folgende. Dazu zählen u.a. die Stärkung und der Ausbau sorbischer/wendischer Sprachräume einschließlich der Neuen Medien, die Verstärkung der operativen und finanziellen Unterstützung von Projektträgern, die Professionalisierung sorbischer/wendischer Marketingmaßnahmen, die Gewinnung von Nachwuchs für die geförderten Institutionen und die Initiierung und Förderung innovativer Projekte mit Strahlkraft. Weitere Prioritäten sind eine systematische Anwerbung von Drittmitteln zur Kofinanzierung von Projekten und Projektstellen und die Etablierung einer regelmäßigen Erfolgskontrolle geförderter Maßnahmen.          

 

Der Stiftungsrat beschloss außerdem die geänderte und zusammengefasste Förderrichtline. Aufgenommen wurde beispielsweise die Unterstützung von Projekten zur Stärkung der sorbischen Sprache und Kultur außerhalb des sorbischen/wendischen Siedlungsgebietes. Vorgesehen sind künftig auch halbjährige Fristen der Antragstellung. Die vereinheitlichte Förderrichtlinie muss vor ihrem Inkrafttreten zur Herstellung des Einvernehmens dem Sächsischen Rechnungshof und der Rechtsaufsichtsbehörde - dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst - vorgelegt werden. 

 

Des Weiteren wurde entschieden, den Hauptsitz der Sorbischen Kulturinformation in Bautzen auf ihrem derzeitigen Standort im Haus der Sorben zu belassen und deren Vernetzung sowie inhaltliche Arbeit zur besseren Präsentation und Stärkung der Außenwirkung weiter auszubauen. Zu ausgewählten Anlässen soll zudem auch das Erdgeschoss der Röhrscheidtbastei des Sorbischen National-Ensembles im Rahmen gemeinsamer Präsentationen als Außenstelle genutzt werden.

 

Aufgrund der Fülle der zu behandelnden Schwerpunkte wurde die Fortführung der Sitzung am 16. Mai 2017 in Berlin beschlossen.

 

 

Bautzen, den 31. märz 2017

 

22. Tage des sorbischen Kindertheaters

 

Die Kindertheatertage in Trägerschaft des WITAJ-Sprachzentrums und der Stiftung für das sorbische Volk finden in diesem Jahr beretis zum 22. Mal statt, und zwar am 18. und 19. Mai in der Jugendherberge Bautzen und im Deutsch-Sorbischen Volkstheater.

 

60 Schüler der Sorbischen Grundschule Ralbitz, der Sorbischen Oberschule Radibor sowie der Schulhorte aus Sielow und Burg (Spreewald) werden nach Bautzen kommen.

 

Im Mittelpunkt der Tage stehen Workshops, die sich wichtigen Grundlagen des Theaterspiels widmen wie der Improvisation und Bewegung. Die Werkstätten werden traditionell von Theaterfachleuten des DSVTh geleitet: Petra-Maria Wenzel, Heide-Simone Bart, Teresa Stübner, Mirko Brankatschk, Torsten Schlosser und Jurij Schiemann.

 

"... unter dem Pflaster von Bautzen" lautet das Motto einer besonderen Stadtführung, welche die Teilnehmer am Donnerstagabend erwartet.

Zum Abschluss der Theatertage werden die jungen Darsteller einiges aus ihrem Repertoire bzw. den Workshops aufführen.

 

 

Bautzen, den 3. Februar 2017

 

Wettbewerb "Die sorbische Sprache lebt" eröffnet

 

Der Freistaat Sachsen übertrug den Städten und Gemeinden im sorbischen Siedlungsgebiet die Verpflichtung, Maßnahmen zu ergreifen, um die sorbische Sprache und Kultur zu bewahren, weiter zu entwickeln und somit zur Stärkung der sorbischen Identität beizutragen.

Außerdem initiierte die Sächsische Staatsregierung den Maßnahmenplan zur Ermutigung und Belebung des Gebrauchs der sorbischen Sprache.

 

Zum dritten Mal startet heute der vom Rat für sorbische Angelegenheiten des Freistaates Sachsen ausgerufene Wettbewerb "Sprachenfreundliche Kommune - Die sorbische Sprache lebt"

Der Wettbewerb will erneut dazu ermuntern, dass in den Kommunen neue kreative Ideen entwickelt und mit Leben erfüllt werden und zu einem stärkeren Gebrauch der sorbischen Sprache un unseren Städten und Gemeinden anregen. 

 

Der Präsident des Sächsischen Landtages, Herr Dr. Matthias Rößler MdL, hat erneut die Schirmherrschaft des Wettbewerbs übernommen. Zur feierlichen Eröffnungsveranstaltung am heutigen Freitag im Saal des Hauses der Sorben in Bautzen hielt die Vizerpäsidentin des Sächsischen Landtages Frau Andrea Dombois (CDU) die Festrede. Zu den weiteren Gästen zählen die sorbischen Abgeordneten Marko Schiemann (CDU), Aloysius Mikwauschk (CDU) und Heiko Kosel (DIE LINKE) sowie der Weißwasseraner Abgeordnete Lothar Bienst (CDU). Die Landräte der Landkreise Bautzen und Görlitz Michael Harig und Bernd Lange übermittelten Grußworte. Dr. Susanne Hose, Wissenschaftlerin im Sorbischen Institut Bautzen, referierte über die Bedeutung des Wettbewerbs hinsichtlich der bewussten und stärkeren Anwendung der sorbischen Sprache und über die Aufgaben von Land und Kommunen bei der Stärkung der sorbischgen Identität.

Unter den Gästen waren weiterhin der Direktor der Stiftung für das sorbische Volk Jan Budar, der Vorsitzende der Domowina David Statnik sowie zahlreiche Bürgermeister der zweisprachigen Gemeinden.

 

Maria Michalk (CDU), Abgeordnete des Deutschen Bundestages und Vorsitzende des Rates für sorbische Angelegenheiten im Freistaat Sachsen eröffnete die aktive Phase des kommunalen Sprachwettbewerbs. Die Stiftung für das sorbische Volk ist Mitveranstalter und einer der Träger des Wettbewerbs. 

 

Aufruf zur Teilnahme am Wettbewerb "Sprachenfreundliche Kommune - Die sorbische Sprache lebt" in Sachsen (PDF)

 

Kriterienkatalog zum Wettbewerb (PDF)

 

 

Potsdam/Bautzen, den 23. November 2016

 

Stiftungsrat mit neuer Vorsitzenden

 

Susann Schenk aus Großenwiehe (Schleswig-Holstein) ist neue Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung für das sorbische Volk. Einstimmig wurde sie am Dienstag vom Stiftungsrat zu dessen Herbstsitzung in Potsdam gewählt. Die 40-jährige Sorbin und Generalsekretärin der FUEN (Föderalistische Union Europäischer Nationalitäten) in Flensburg ist seit 2015 ordentliches Mitglied des Stiftungsrates. Sie bekleidet die Funktion für den Rest der Legislaturperiode bis 2019. Die Wahl war notwendig geworden, da der bisherige Vorsitzende Jan Budar seit dem 1. Oktober 2016 das Amt des Stiftungsdirektors ausübt.

 

Zur Sitzung des Stiftungsrates im Ministerium der Finanzen des Landes Brandenburg wurde außerdem der Haushalt der Stiftung für das Jahr 2017 beschlossen. Die Summe der Zuschüsse des Bundes, des Freistaates Sachsen und des Landes Brandenburg beträgt dabei 19 284 500 Euro (davon Bund 9 315 000 Euro, Sachsen 6 210 700 Euro und Brandenburg 3 100 000 Euro). Zusätzlich werden Zuschüsse für das Projekt "Sorbische Sprache in den neuen elektronischen Medien" i.H.v. 658 800 Euro zur Verfügung gestellt.

 

Grundsätzlich wurde bei der Aufstellung des Haushaltsplans 2017 auf die Ausfinanzierung des Bedarfs der Stiftung geachtet. Unter dem Aspekt der Planungssicherheit wurde mit Hilfe der mittelfristigen Finanzplanung aufgezeigt, wie die Haushalte der einzelnen sorbischen Einrichtungen und andere Bereiche auf Grundlage des aktuellen Finanzierungsabkommens bis zum Jahr 2020 aufgestellt werden können.

 

Umfänglich diskutierten die Mitglieder des Stiftungsrates die Umsetzung der Empfehlungen des Wissenschaftsrates im Sorbischen Institut. Dabei wurde die Position des Parlamentarischen Beirates berücksichtigt, wonach die empfohlenen Maßnahmen keinesfalls durch eine Erhöhung des Stiftungszuschusses und damit zu Lasten der anderen Einrichtungen finanziert werden sollten.

 

Die Entscheidung über eine Ausschreibung der Intendantenstelle im Sorbischen National-Ensemble wurde auf die Frühjahrssitzung am 4. April 2017 in Dresden vertagt. Langfristig sollte das Ensemble eine in die Zukunft gerichtete künstlerische Ausrichtung erfahren, die es ermöglicht, das kulturelle Erbe der Sorben mit zeitgemäßen Mitteln und Formen bühnenwirksam darzustellen. 

 

Beschlussprotokoll vom 22. November 2016 (PDF)

 

       

Bautzen/Cottbus,den 22. Oktober 2016

 

25 Jahre Stiftung für das sorbische Volk

 

Mit einer Festveranstaltung im Stadthaus Cottbus begeht die Stiftung für das sorbische Volk am heutigen Samstag ihr 25-jähriges Gründungsjubiläum. Unter den Ehrengästen werden der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Hartmut Koschyk, MdB als Vertreter der Bundesregierung, der Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Uwe Gaul und die Staatssekretärin des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg Dr. Ulrike Gutheil erwartet. Die Festansprache hält der stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrates und Bautzener Landrat Michael Harig.

 

Die Stiftung für das sorbische Volk wurde am 19. Oktober 1991 als gemeinsames

Projekt der Bundesrepublik Deutschland, des Freistaates Sachsen und des Landes Brandenburg zur Förderung der sorbischen Sprache und Kultur in der evangelischen Kirche zu Lohsa, Landkreis Bautzen, ins Leben gerufen.

 

Ausgehend von den in den Verfassungen der Länder Brandenburg und Sachsen verankerten Rechten der Sorben haben beide Länder am 28. August 1998 einen Staatsvertrag zur Errichtung der rechtsfähigen Stiftung öffentlichen Rechts geschlossen.

 

Am 15. Februar 2016 unterzeichneten der Bundesminister des Innern Dr. Thomas de Maiziere, der Ministerpräsident des Landes Brandenburg Dr. Dietmar Woidke und der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen Stanislaw Tillich das Dritte Finanzierungsabkommen. Danach erhält die Stiftung jährlich - bis einschließlich 2020 - vom Bund 9,3 Mio. Euro, vom Freistaat Sachsen 6,2 Mio. Euro und vom Land Brandenburg 3,1 Mio. Euro. Die Finanzierung dient zur Umsetzung staatlicher Aufgaben durch die Stiftung für das sorbische Volk. 

 

Zweck der Stiftung ist die Pflege und Förderung der sorbischen Sprache und Kultur als Ausdruck der Identität des sorbischen Volkes. Die Unterstützung des WITAJ-Konzepts hat bislang maßgeblich zur Belebung der sorbischen Sprache beigetragen.

 

Die Stiftung fördert jährlich Projekte sorbischer Vereine und Kulturgruppen, Chöre, Schulen und Gemeinden. Den Einwohnern in der Ober- und Niederlausitz stehen ein zweisprachiges Theater - das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen, eine Einrichtung für sorbische Sprachwissenschaft und Kulturgeschichte - das Sorbische Institut, ein Verlag für die Herausgabe von Büchern und Zeitschriften - der Domowina-Verlag, der Dachverband sorbischer Vereine - die Domowina - mit dem WITAJ-Sprachzentrum, das Sorbische National-Ensemble sowie die beiden sorbischen Museen in Cottbus und Bautzen zur Verfügung.

 

Das bedeutendste Vorhaben derzeit und in den kommenden Jahren ist das Pilotprojekt "Sorbische Sprache in den neuen elektronischen Medien". Dafür stellen Bund und Länder über mehrere Jahre zusätzliche Mittel von insgesamt mehr als 1,9 Mio. Euro zur Verfügung.

 

Ziel der Stiftung ist es, die sorbische/wendische Sprache, Kunst und Kultur zu erhalten und zukunftsfähig zu machen, für ein gutes Miteinander von Sorben und Deutschen zu werben und gemeinsam Brücken zu anderen Völkern, vor allem zu unseren Nachbarländern Polen und Tschechien, zu bauen.  

 

 

 

Cottbus, den 19.10.2016

 

Die Stiftung für das sorbische Volk ist Partner des 26. Filmfestivals Cottbus
 
Seit 2013 ist die Stiftung Partner des internationalen FilmFestivals Cottbus, eines der größten Kulturevents im Bundesland Brandenburg und bedeutendsten Festivals des osteuropäischen Films weltweit. In diesem Jahr werden in der Sektion "Heimat I Domownja" sehr viele sorbische Filme zu sehen sein. Eine besondere Empfehlung ist das Programm "Muttersprach II / Mamina rěc II" am Donnerstag, dem 10.11.2016 ab 17:00 Uhr im Gladhouse Cottbus.
Alle Informationen zur Sektion "Heimat I Domownja" sind im Festivalmagazin auf den Seiten 40/41 sowie 60/61 zu finden. Anbei der Link zum  vollständigen Programm des 26. Filmfestivals Cottbus vom 08.-13.11.2016:
 

https://issuu.com/filmfestivalcottbus/docs/ph_ffc26_2016_web

 

Bautzen, den 4. Oktober 2016

 

Neuer Stiftungsdirektor im Amt (PDF)

 

 

Bautzen, den 18. August 2016

 

Notenmaterial sorbische Choräle für Blechbläser

 

Die Stiftung für das sorbische Volk fördert seit vielen Jahren die Herausgabe von Tonträgern und Notenmaterial. Bislang gab es wenig Noten zu sorbischen Melodien für Blechbläser. Auf Anregung vornehmlich deutscher Musiker für Blechblasinstrumente hat der sorbische Komponist Jan Cyž über Jahre hinweg über 100 Choräle zusammengetragen und diese für einzelne Blechblasinstrumente bearbeitet. So erschienen jetzt Partituren sorbischer Kirchenlieder für Blasinstrumente in zwei Versionen: einmal für zwei Trompeten, Tenorhorn und Tuba, zum anderen für zwei Trompeten und zwei Posaunen. Außerdem gibt es Notenmaterial für jedes einzelne Instrument. Grundlage für die Satzbearbeitungen sind Melodien aus dem sorbischen Gesangbuch Wosadnik, die größtenteils von Jan Symmank, Michał Naweka und Chrysta Rječkec stammen. Sie beziehen sich auf Ereignisse im Kirchenjahr und Stationen im menschlichen Leben. So gibt es Sätze mit Liedern beginnend mit dem Advent über die Fasten- und Osterzeit bis zum Hochfest Allerheiligen.

 

Die Partituren sind in der Sorbischen Kulturinformation in Bautzen erhältlich.

 

 

Cottbus/Bautzen, den 12. April 2016

Stiftung hat neuen Direktor (PDF) 

 

 

Bautzen, 17. Februar 2016
Wichtiger Meilenstein der obersorbischen Rechtschreibkontrolle (PDF)

 

 

Bautzen/Berlin, 15. Februar 2016

Drittes Finanzierungsabkommen für Stiftung unterzeichnet (PDF)

 

 

Nutzungskonzeption für das Erdgeschoss der Röhrscheidtbastei und des Hauses der Sorben (PDF)

(Autor: Sebastian Benad, Bautzen, September 2015)

 

 

Bautzen, den 10. November 2015

Interesse an sorbischer Sprache bekundet

 

Insgesamt 115 Erwachsene, die Obersorbisch lernen, haben sich an einer Befragung des Multimedialen Sprachlernzentrums der TU Dresden vom 17. September bis einschließlich

10. Oktober 2015 beteiligt. Hintergrund ist die Entwicklung eines interaktiven Online-Selbstlernprogramms für die obersorbische Sprache, das von der Stiftung für das sorbische Volk in Auftrag gegeben wurde. 

 

In der Umfrage teilten die Beteiligten u. a. mit, wann sie die Sprache verwenden und worauf es ihnen beim Lernen besonders ankommt. Wichtige Motive sind hierbei der Wunsch, sich mit Familienmitgliedern und Freunden verständigen zu können oder sich sprachlich verbessern zu wollen.  46 % der Teilnehmer können Sorbisch auch im beruflichen Alltag anwenden.

 

Auswertung der Befragung von Sorbisch-Lernern (PDF)

  

 

Bautzen, den 23. Oktober 2015

 

Zweites sorbisches Computerspiel erscheint

 

Am Donnerstag, dem 29. Oktober 2015 wird im Haus der Sorben in Bautzen das neue Abenteuer- und Rätselspiel "Krabat und das Geheimnis des Wendenkönigs" vorgestellt. Beginn ist um 14.00 Uhr.

 

Dieses für Windows PC geeignete Adventure ist die Weiterführung eines im Jahr 2011 entwickelten Computerspiels "Krabat ist zurück" der Projektgruppe RAPAKI. Es basiert auf der Sage vom Zauberer KRABAT, zahlreiche bekannte sorbische Sagen- und Fabelwesen wie der Schlangenkönig/Hadźacy kral oder die Lutken/Lutki bereichern das Spiel. Erstmalig wird darin obersorbisch gesprochen, eine deutsche und niedersorbische Textversion erklären das Geschehen, welches bekannte Schauplätze der Lausitz wie das historische Bautzen oder den Spreewald zeigt.

 

weiter Infos unter: www.rapaki.de   

 

  

Panschwitz-Kuckau/Bautzen, den 17. Oktober 2015

 

Ćišinski-Preis 2015 für Manfred Ladusch

 

Mit der höchsten Auszeichnung des sorbischen Volkes, dem Ćišinski-Preis, wurde am 17. Oktober 2015 der sorbische Journalist Manfred Ladusch (*1941) aus Wetro ausgezeichnet. Ladusch, ein herausragender Journalist, vielseitiger Autor, Publizist, Fachberater und außergewöhnlicher Kenner der deutsch-sorbischen Kulturgeschichte, wurde damit für sein Lebenswerk geehrt.

 

Den Förderpreis zum Ćišinski-Preis erhielt der niedersorbische Komponist Sebastian 

Elikowski-Winkler (*1978) aus Berlin für sein kompositorisches Schaffen, seine musikwissenschaftliche Tätigkeit und Wissensvermittlung zur sorbischen Musik und Kultur m In- und Ausland.       

 

Die Preise wurden vom Präsidenten des Sächsischen Landtages Dr. Matthias Rößler übergeben. Die Laudationes für die Preisträger trugen die Mitglieder des Kuratoriums des Ćišinski-Preises Ludmila Budar (Hauptpreis) und Marion Stensel (Förderpreis) vor.

 

Der Ćišinski-Preis, benannt nach dem sorbischen Dichter und Klassiker der sorbischen Literatur Jakub Bart-Ćišinski (1856-1909), wird alle zwei Jahre für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der sorbischen Kultur, Kunst und Wissenschaft vergeben. Der Hauptpreis ist mit 7 500 Euro dotiert, der Förderpreis mit 2 500 Euro. 

Ort der feierlichen Preisübergabe ist laut Statut Panschwitz-Kuckau, der Geburtsort des Dichters. Der Ćišinski-Preis wurde zum zehnten Mal verliehen. 

     

 

Bautzen, den 9. September 2015

 

Kammermusik von Juro Mětšk mit Uraufführung

 

Am Sonnabend, dem 17. Oktober 2015 findet im Sorbischen Museum Bautzen ein außerordentliches Konzert mit dem renommierten Ensemble für Neue Musik "unitedberlin" statt (Beginn: 19:30 Uhr). Es dirigiert Erich Wagner.

 

Auf dem Programm stehen ausnahmslos Werke für verschiedene Kammerbesetzungen des Bautzener Komponisten Juro Mětšk, darunter die Uraufführung seiner jüngsten Schöpfung "Stigma" für Klarinette, Tenorsaxophon, Bassetthorn, Baritonsaxophon, Bassklarinette, Violoncello, Kontrabass 1, Kontrabass 2 und Kontrabass 3.

 

Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf ab dem 21. September im Sorbischen Museum Bautzen, der Sorbischen Kulturinformation sowie im Musikhaus Löbner (VVK 8 Euro, Abendkasse 10 Euro).   

 

 

Bautzen, den 14. Juli 2015

 

Intendantin verlässt das Ensemble

 

Milena Vettraino, seit 2010 Intendantin und Geschäftsführerin der Sorbisches National-Ensemble GmbH, wird zum 31. Juli 2015 die Intendanz und Geschäftsführung niederlegen und aus dem SNE ausscheiden. Sie möchte sich künftig einer neuen künstlerischen Aufgabe widmen. 

 

Angesichts dessen erzielten der Direktor der Stiftung für das sorbische Volk, Marko Suchy als Vertreter der Gesellschafterin und Milena Vettraino Einigkeit darüber, den bestehenden Geschäftsführer- und Intendantenvertrag einvernehmlich zum 31. Juli dieses Jahres aufzuheben.   

 

Die Stiftung für das sorbische Volk und das Sorbische National-Ensemble danken Frau Vettraino für ihre ausgezeichnete Arbeit in den vergangenen fünf Jahren.

 

Die Geschäftsführung der SNE GmbH wird ab dem 1. August 2015 bis zur Berufung eines/einer neuen Intendanten/Intendantin Diana Wagner übernehmen. Frau Wagner verantwortete bisher die Bereiche Marketing, Disponenz und Gastspielmanagement in der Gesellschaft.  

 

  

Bautzen, den 9. Juni 2015

 

Ćišinski-Preis an Manfred Ladusch

 

Der Ćišinski-Preis 2015 der Stiftung für das sorbische Volk wird dem sorbischen Journalisten, Publizisten und Autor Manfred Ladusch aus Wetro (Landkreis Bautzen) verliehen. Das entschied das Kuratorium zur Vergabe des Preises auf seiner Sitzung am Montagabend in Bautzen.

Manfred Ladusch, geboren 1941 in Hermsdorf, wird damit für sein Lebenswerk als herausragender Journalist, vielseitiger Autor, außergewöhnlicher Kenner der deutsch-sorbischen Kulturgeschichte, Referent, Fachberater und vielfacher Ermunterer des sorbischen Volkes.

 

Für den Förderpreis zum Ćišinski-Preis nominiert wurde der niedersorbische Komponist Sebastian Elikowski-Winkler (Jahrgang 1978). Der gebürtige Cottbuser erhält den Preis für sein kompositorisches Schaffen, seine musikwissenschaftliche Tätigkeit, sein Engagement auf dem Gebiet des Musikmanagements und seine Wissensvermittlung zur sorbischen Musik und Kultur im In- und Ausland.

 

Die Verleihung des höchsten Preises der Sorben findet am Samstag, dem 17. Oktober 2015 in Panschwitz-Kuckau, dem Geburtsort des Dichters Jakub Bart-Ćišinski (1852-1909), statt. 

 

Im Andenken an den Klassiker der sorbischen Literatur werden alle zwei Jahre herausragende Leistungen auf dem Gebiet der sorbischen Kultur, Kunst und Wissenschaft gewürdigt. Der Ćišinski-Hauptpreis ist mit 7.500 Euro dotiert, für den Förderpreis werden 2.500 Euro ausgelobt.            

 

 

Bautzen, den 29. Mai 2015

 

Projekte jetzt auch in Berlin oder Leipzig möglich

 

Laut Stiftungsratsbeschluss vom 28. April 2015 (Nr. 450) können ab sofort auch Projekte gefördert werden, deren Realisierungsort außerhalb des deutsch-sorbischen Siedlungsgebietes liegt. Voraussetzung dafür ist, dass diese dem Stiftungszweck dienen und somit die sorbische Sprache und Kultur fördern und die sorbische Identität stärken.

Die Förderung derartiger Projektvorhaben durch die Stiftung liegt bei 35 % aller förderwürdigen Ausgaben.

Alle Interessenten werden aufgefordert, bis zum 31. Januar 2016 entsprechende Anträge bei der Stiftung für das sorbische Volk zu stellen.   

 

 

Bautzen, den 11. Mai 2015

 

Tage des sorbischen Kindertheaters 2015

 

Am Donnerstag, dem 21. Mai und Freitag, dem 22. Mai 2015 finden zum 21. Mal die Tage des sorbischen Kindertheaters statt. Veranstalter der Tage, die im Kindererholungszentrum "Am Braunsteich" in Weißwasser stattfinden, ist wiederum die Stiftung für das sorbische Volk gemeinsam mit dem Witaj-Sprachzentrum Bautzen.

 

Insgesamt 50 Kinder der Sorbischen Grundschulen Ralbitz und Crostwitz aus der Oberlausitz sowie der Grundschule Straupitz und der Fröbelschule Cottbus (Niederlausitz) nehmen daran teil. 

 

Im Mittelpunkt der Tage stehen auch diesmal Werkstätten, die sich besonderen Schwerpunkten des Schauspiels widmen, so der Improvisation und Bewegung. Geleitet werden sie von Fachleuten. Es sind dies Petra-Maria Wenzel-Bulang, Heide-Simone Barth, Ingrid Hustädt, Mirko Brankatschk und Jurij Schiemann. Am Freitagabend zeigt die Kindertheatergruppe des Vereins "Bratrowstwo" aus Wittichenau ihre aktuelle Inszenierung "Die Schneekönigin".

 

Außerdem ist es geplant, dass die Kinder etwas aus ihrem eigenen Theater-Repertoire zeigen.

    

 

Bautzen, den 28. April 2015

 

Neuer Stiftungsrat mit neuem Vorsitzenden

 

Mit der Frühjahrssitzung des Stiftungsrates der Stiftung für das sorbische Volk am 28. April 2015 in Bautzen endete dessen bisherige, inzwischen 6. Legislaturperiode. Die neuen Vertreter, vornehmlich aus Reihen des sorbischen Volkes, wählten einstimmig den Medientechniker und Diplomingenieur Jan Budar (Jahrgang 1975) zum Vorsitzenden des Stiftungsrates. Die bisherige Vorsitzende Helene Theurich stand über zwei Wahlperioden an der Spitze des Gremiums. 

Der bisherige stellvertretende Vorsitzende, der Bautzener Landrat Michael Harig, wurde in seinem Amt bestätigt. Die Wahl des neuen Stiftungsrates mit insgesamt 15 ordentlichen Mitgliedern und deren Vertretern erfolgte satzungsgemäß für die Dauer von vier Jahren.

 

Unmittelbar nach Übernahme der Leitung erklärte der neue Vorsitzende die Ziele der neu gewählten ober- und niedersorbischen Vertreter. Dazu gehört die Erarbeitung einer Strategie, um laufende Kommunikation mit der Stiftungsverwaltung und den sorbischen Einrichtungen zu führen und beständigen Kontakt zu anderen Entscheidungsgremien der Lausitzer Sorben und der Region zu pflegen. Die 12 Vertreter des sorbischen Volkes wollen sich dafür einsetzen, dass Projekte zur Stärkung der sorbischen Sprache, Kunst und Kultur auch außerhalb des deutsch-sorbischen Siedlungsgebietes eine Förderung durch die Stiftung erhalten. Für derartige Vorhaben beschloss der neue Stiftungsrat eine Förderung i. H. v. 35 % der zuwendungsfähigen Ausgaben des jeweiligen Projekts. Dazu wird es notwendig sein, die bisher geltenden Förderrichtlinien entsprechend zu überarbeiten. 

 

In Sachen der Personalie des Direktors der Stiftung für das sorbische Volk entschied der Stiftungsrat, die Stelle neu auszuschreiben mit dem Ziel, diese zum 01.07.2016 zu besetzen. Die Gründe dafür waren der kurzfristige Rückzug der Kandidatur eines der Bewerber und das Nicht-Zustandekommen der erforderlichen Zweidrittelmehrheit der Mitglieder des Stiftungsrates für die übrigen Bewerber. Laut Stiftungsratsbeschluss ist nunmehr eine Findungskommission einzusetzen, die aktiv nach möglichen Kandidaten sucht. Es ist zu prüfen, ob Personaldienstleister die Kandidatensuche unterstützen können. Zudem soll der amtierende Direktor gefragt werden, ob er seine Tätigkeit bis zum 30.06.2016 verlängern würde. Die Bestellung des Direktors soll zur Herbstsitzung (24.11.2015 in Potsdam) erneut auf der Tagesordnung des  Stiftungsrates stehen.

 

Ein weiterer wichtiger Beschluss war der zum Haushaltsplan 2015 der Stiftung. Der Entwurf 

geht von Zuschüssen der Zuwendungsgeber an die Stiftung von insgesamt 18.117.400 Euro aus, davon des Bundes i. H. v. 8.715.000 Euro, des Freistaates Sachsen i. H. v. 6.460.700 Euro und des Landes Brandenburg i. H. v. 2.941.700 Euro. Hinzu kommen Investitionsmittel des Freistaates Sachsen i. H. v. 250.000 Euro für das Projekt "Sorbische Sprache in den neuen elektronischen Medien". Bis die Länder ihre Haushalte beschlossen haben muss die Stiftung, wie bereits im vergangenen Jahr, nach vorläufiger Haushaltsführung arbeiten.

 

 

Erklärung der ober- und niedersorbischen Vertreter im Stiftungsrat der Stiftung für das sorbische Volk der Legislaturperiode 2015-2019 (PDF)

 

 

Bautzen, den 23. März 2015

 

App zur richtigen sorbischen Schreibweise

 

Prawje pisać ist eine App für iPhone und iPad (erfordert iOS 8 oder höher), die ab sofort bei Apple iTunes kostenlos zum Download zur Verfügung steht.

 

Prawje pisać ist ein obersorbisch-deutsches Flexionswörterbuch auf der Basis des obersorbisch-deutschen Wörterbuchs Prawopisny słownik hornjoserbskeje rěče von Pawoł Völkel und bearbeitet von Timo Meškank sowie des von Bernhard Beier und Wito Bejmak entwickelten morphologischen Generators, welcher bereits im Jahr 2014 unter dem Projekttitel Soblex vorgestellt wurde.  

 

Die von Bejmak entwickelte App umfasst die Funktionen eines zweisprachigen Wörterbuchs und erlaubt dem Anwender die Suche obersorbischer Wörter auch in flektierter Form und das Aufrufen der jeweiligen gesamten Flexionstabelle des gesuchten Begriffs. Substantive, Verben und Adjektive in obersorbischer Sprache lassen sich so mit Hilfe der App schneller suchen, übersetzen, überprüfen und auf ihre Flexion bestimmen.

 

Neben einem eingeschränkten offline-Modus, der die zweisprachige Wörterbuchfunktion bietet, stehen im online-Modus zusätzlich alle genannten Flexionsservices zur Verfügung.

 

Weiter Informationen und der Downloadlink sind unter boehmak.de und bei Apple iTunes zu finden.  

 

 

Bautzen, den 16. Januar 2015

 

Vorhaben im neuen Jahr: Finanzierungsabkommen steht an erster Stelle  

 

Die Stiftung für das sorbische Volk arbeitet - wie bereits im Vorjahr - auch 2015 nach Vorläufiger Haushaltsführung.

Zu den wichtigsten politischen Vorhaben in 2015 gehört der Abschluss eines neuen Finanzierungsabkommens. Darüber informierte der Stiftungsdirektor Marko Suchy die Belegschaft zur ersten Sitzung am 14. Januar.Demnach ist dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages alsbald ein neuer Entwurf vorzulegen. Dabei soll erstmalig auch der Ausgleich der jährlichen Inflationsrate berücksichtigt werden.

 

Das Zweite Finanzierungsabkommen vom 10. Juli 2009 weist eine Gültigkeit bis zum 31. Dezember 2013 aus. Bereits 2013 mussten die Zuschüsse der Zuwendungsgeber

entgegen dem festgeschriebenen Betrag erhöht werden. Für 2014 wurden die Zuschüsse des Bundes, des Freistaates Sachsen und des Landes Brandenburg wiederholt erhöht. Dies war notwendig, um die zunehmenden Kostensteigerungen, insbesondere bei Personalkosten (jährliche Tariferhöhungen), zu kompensieren und keine Einrichtung schließen zu müssen.  

 

Für 2015 sind Zuschüsse (in der Höhe wie in 2014 erhalten) geplant:

Freistaat Sachsen:    6,210,7 Tsd. Euro

Land Brandenburg:   2.941,7 Tsd. Euro

Bund:                      8.715,0 Tsd. Euro.

 

Zur weiteren Stärkung der sorbischen Sprache im öffentlichen Leben soll ihre Digitalisie-

rung in den neuen Medien weiter vorangetrieben werden. 

Die im September 2014 unterzeichnete Kooperationsvereinbarung zwischen dem Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen und dem Sorbischen National-Ensemble soll im neuen Jahr konkretisiert werden. Diesbezüglich werde Mitte des Jahres die Vorlage eines Gutach-

tens zur Intensivierung der Zusammenarbeit beider Einrichtungen - besonders im nichtkünstlerischen Bereich - erwartet.  

 

Im Projektbereich richtet die Stiftung - in Zusammenarbeit mit dem WITAJ-Sprachzentrum - am 21./22. Mai 2015 die 21. Tage des sorbischen Kindertheaters aus. Finanziert mit erheblichen Mitteln der Stiftung findet vom 9. bis 12. Juli das XI. Internationale Folklore-festival "Łužica-Lausitz" statt. Austragungsorte sind auch diesmal Bautzen, Drachhausen (Niederlausitz) und Crostwitz. Der Ćišinski-Preis der Stiftung für das sorbische Volk wird im Oktober zum 10. Mal vergeben. Wie jedes Jahr im Herbst sind auch in diesem Jahr die traditionellen Herbstkonzerte und am 21. November die 141. Schadźowanka (das Treffen sorbischer Studenten und Intelligenz) geplant. Gemeinsam mit dem Domowina-Verlag ruft die Stiftung im November zum 20. Literaturwettbewerb der sorbischen Sprache auf.        

 

Übersicht zur Projektförderung sorbischer Vereine, Kulturgruppen, Domowina-Regionalverbände, Schulen, Gemeinden und anderer Projektträger 2014 (PDF)

 

 

Bautzen, den 25. November 2014

 

Stiftungsrat beschließt Entwurf des Haushaltsplanes 2015 der Stiftung für das sorbische Volk (PDF)   

 
 
Bautzen/Dresden, den 3. Juni 2014
 
Stiftungshaushalt für 2014 beschlossen
 
In seiner 62. Sitzung im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat der Stiftungsrat den Haushaltsplan 2014 der Stiftung für das sorbische Volk beschlossen. Der Beschluss gilt vorbehaltlich der Etatisierung von Zuwendungen des Bundes, des Freistaates Sachsen und des Landes Brandenburg für die Stiftung in Höhe von insgesamt 17.852.400,00 Euro. Damit würde die Förderung der Stiftung erneut das Niveau des Vorjahres erreichen.
Für das Jahr 2015 sind Eckdaten eines Haushaltsplanes beschlossen worden. Hierbei war zu berücksichtigen, dass über die Höhe des Bundeszuschusses erneut der Haushaltsausschuss des Bundestages befinden muss. Auch werden die Zuschüsse des Landes Brandenburg und des Freistaates Sachsen auf Grund der anstehenden Landtagswahlen erst im Laufe des Jahres 2015 bekannt sein. Die Stiftung wird das Jahr erneut mit einem vorläufigen Haushalt beginnen müssen.
 
Der Stiftungsrat hat auch den Eckdaten eines Haustarifvertrages für die SNE GmbH zugestimmt. Demnach sollen die Beschäftigten des SNE künftig auf 6,5 % ihrer Vergütung verzichten. Sie erhalten dafür einen Freizeitausgleich. Der Haustarifvertrag soll eine Laufzeit bis Juli 2016 haben. Für die Zeit danach hat der Stiftungsrat ein Konzept angemahnt, welches die Einsparungen durch den Haustarifvertrag kompensieren soll. Dies kann nach Ansicht des Stiftungsrates nur ein Konzept gemeinsam mit dem DSVTh Bautzen sein. 
Offen gelassen werden musste die Besetzung eines kaufmännischen Geschäftsführers für das SNE. Die Suche nach geeigneten Kandidaten wurde nunmehr in die Hände des Direktors der Stiftung gelegt.
 
Der Stiftungsrat durfte zur Kenntnis nehmen, dass das Land Brandenburg der Stiftung zusätzliche Mittel in Höhe von 1,65 Mio Euro für den Ankauf des Gebäudes des Wohnheimes des Niedersorbischen Gymnasiums Cottbus zur Verfügung stellen wird. Dem Ankauf der Immobilie wurde zugestimmt.
 
Der Maßnahmenplan des Sorbischen Institutes e.V. zur Umsetzung von Empfehlungen des Wissenschaftsrates wurde zustimmend zur Kenntnis genommen. Über die Umsetzung der Maßnahmen will der Stiftungsrat regelmäßig informiert werden.
 
Die nächste Sitzung des Stiftungsrates ist für den 25. November 2014 geplant.    
 
Beschlussprotokoll (PDF) 

 

 

Bautzen, den 30. Mai 2014

 

Sorbische KulturTage vom 5. Juni bis 14. August 2014 in Kärnten (PDF) 

 

Bautzen, 31. Januar 2014

 

Freistaat Sachsen gewährt Zuwendungen für Baumaßnahmen am SNE

 

Ende vergangenen Jahres bzw. Anfang 2014 gewährte das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst der Stiftung für das sorbische Volk Zuwendungen in erheblicher Höhe aus Mitteln des Mauerfonds für Baumaßnahmen am Gebäudekomplex des Sorbischen National-Ensembles Bautzen und die Sanierung und den Umbau der Röhrscheidtbastei. Damit können umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen am Sorbischen National-Ensemble, Äußere Lauenstr. 2 und an der Mühltorgasse in Angriff genommen werden.

 

Zuwendungen des SMWK aus Mauerfondsmitteln (PDF)

 

 

Bautzen, 30. Januar 2014

 
Intendanz bestätigt
 
Milena Vettraino wird weiterhin Intendantin des Sorbischen National-Ensembles in Bautzen sein. Das beschloss der Stiftungsrat der Stiftung für das sorbische Volk auf seiner Sondersitzung am 30. Januar 2014 im Haus der Sorben in Bautzen.
 
Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Auswahl eines geeigneten Kandidaten für die Funktion des Intendanten der Sorbisches National-Ensemble GmbH ab der Spielzeit 2014/2015.
Die Stiftung hatte im Herbst 2013 die Stellen des Intendanten und des Kaufmännischen Geschäftsführers des SNE ausgeschrieben. Zu letzterem wird der Stiftungsrat noch zu entscheiden haben.
 
Milena Vettraino ist, beginnend ab dem 1. August 2014 für die Dauer von drei Jahren zur Intendantin der SNE GmbH bestellt. Der Direktor der Stiftung wurde ermächtigt, einen entsprechenden Dienstvertrag zu verfassen und zu unterzeichnen.
Frau Vettraino leitet die Einrichtung bereits seit 2010. Ihr derzeitiger Vertrag ist befristet und würde zum 31. Juli 2014 auslaufen.
 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
B e s c h l u s s p r o t o k o l l
der 61. Sitzung des Stiftungsrates am 30. Januar 2014 in Bautzen
 
                                                                                  
Beschluss Nr. 415:
Der Stiftungsrat stimmt der vorliegenden Tagesordnung zu.
 
Beschluss Nr. 416:
Der Stiftungsrat beschließt, Frau Milena Vettraino beginnend ab dem 01.08.2014 zur Intendantin der SNE GmbH zu bestellen. Der Direktor der Stiftung wird ermächtigt, den Dienstvertrag zu verfassen zu unterzeichnen.
 
Beschluss Nr. 417:
Der Stiftungsrat stimmt zu, dass der Direktor der Stiftung zur dinglichen Sicherung von Städtebaufördermitteln eine Grundschuld und ein Nutzungsrecht (in der den Unterlagen zur Sitzung beigefügten Fassung) in das Grundbuch der Flurstücke „Äußere Lauenstr. 2“ eintragen lässt.
 
 
                                     B e s c h l u s s p r o t o k o l l
                 der 60. Sitzung des Stiftungsrates am 26. November 2013 in Cottbus
 
Beschluss Nr. 404:                                                                                    
Der Stiftungsrat stimmt der vorliegenden Tagesordnung mit der eingebrachten Änderung zu.
 
Beschluss Nr. 405:
Der Stiftungsrat beschließt das Protokoll der Sitzung des Stiftungsrates vom 18. Juni 2013.
 
Beschluss Nr. 406:
Der Stiftungsrat nimmt den neuen Stand der Verhandlungen zu den Haustarifverträgen zur Kenntnis.
Der Stiftungsrat beauftragt den Direktor, bis zur Frühjahrssitzung 2014 einen Haustarifvertrag mit jährlichen Einsparungen von mind. 400,0 Tsd. Euro zu erwirken.
 
Beschluss Nr. 407: 
Der Direktor wird ermächtigt, einer außergerichtlichen Einigung der noch offenstehenden arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzungen zuzustimmen. 
 
Beschluss Nr. 408:
Der Stiftungsrat beschließt den Haushaltsplan zur vorläufigen Haushaltsführung der Stiftung für das sorbische Volk für das Jahr 2014 in der korrigierten Fassung. 
 
Der Stiftungsrat beschließt die Bewirtschaftungsgrundsätze für die vorläufige Haushaltsführung der Stiftung im Jahr 2014.
 
Beschluss Nr. 409:
Der Stiftungsrat hebt den Beschluss Nr. 397 vom 18. Juni 2013 auf und beschließt die Ausschreibung einer unbefristeten Stelle eines Projektkoordinators für die Anwendung der sorbischen Sprache in den Neuen Medien in der Stiftungsverwaltung.
 
Beschluss Nr. 410:
Der Stiftungsrat nimmt den Endbericht des Stiftungsdirektors zu den Ergebnissen der Strukturveränderungen in den sorbischen Institutionen zur Kenntnis.
 
Beschluss Nr. 411:
Der Stiftungsrat nimmt die Tätigkeitsberichte der Beiräte des Sorbischen
National-Ensembles GmbH und des Domowina-Verlages GmbH für das Geschäftsjahr 2012 zustimmend zur Kenntnis. Er bevollmächtigt den Direktor, die Beiräte für das Geschäftsjahr 2012 zu entlasten. 
 
Beschluss Nr. 412:
Der Stiftungsrat stellt die Jahresabschlüsse 2007, 2008 und 2009 fest und entlastet den Direktor der Stiftung für das sorbische Volk für die Haushaltsjahre 2007, 2008 und 2009.
 
Beschluss Nr. 413:
Der Stiftungsrat beschließt die Änderung des § 3 Abs. 2 der Satzung der Stiftung für das sorbische Volk.
 
Der Stiftungsrat beschließt die Änderung des § 7 Abs. 4 der Geschäftsordnung des Stiftungsrates.
 
Beschluss Nr. 414:
Der Stiftungsrat nimmt den Bericht des Sorbischen Institutes e. V. zur Kenntnis.
 
In Bezug auf Beschluss Nr. 399 vom 18. Juni 2013 bittet er um eine Spezifizierung des Berichts zur Umsetzung der Empfehlungen des Wissenschaftsrates auf Grundlage eines Maßnahmen- und Zeitplanes in tabellarischer Form bis zum 31. März 2014.
 
Bis zur Erstattung des Berichts bleibt der Beschluss Nr. 359 vom 30. Juni 2011 weiter ausgesetzt. 
 
  
 
Panschwitz-Kuckau, den 19. Oktober 2013
 
Ćišinski-Preis 2013 an Benno Budar
 
Benno Budar aus Horni Hajnk (Dreihäuser bei Räckelwitz) erhält am heutigen Samstag den Ćišinski-Preis 2013 der Stiftung für das sorbische Volk. Der sorbische Schriftsteller, Lyriker, Prosaist, Herausgeber und Übersetzer erhält die Auszeichnung für sein umfangreiches literarisches, kulturgeschichtliches und identitätsstiftendes Schaffen und für die Förderung des wechselseitigen slawischen Verständnisses. 
 
Der Förderpreis geht an den Leiter des SAEK (Sächsischer Ausbildungs- und Erprobungskanal) Studio Bautzen Michael Ziesch.
 
Beide Preise übergibt der Präsident des Sächsischen Landtags Dr. Matthias Rößler.
Die Preisverleihung findet im Roten Saal des Klosters St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau statt.
 
Der diplomierte Slawist Benno Budar (* 1946) arbeitete lange Jahre als Lektor im Domowina-Verlag Bautzen und ab 1994, bis zur Erreichung des Rentenalters, als Chefredakteur der sorbischen Kinderzeitschrift Płomjo/Płomje. Budar ist bekannt für seine volkstümliche und humorvolle, aber auch poesievolle sorbische Sprache. Unzählige Gedichte und Erzählungen spiegeln seinen empfindsamen Umgang mit den Freuden und Leiden seiner Lausitzer Mitmenschen wider. Er übersetzte Theaterstücke für Kinder aus anderen slawischen Sprachen, schrieb Liedtexte und Texte für das „Sandmännchen“ im Fernsehen in Sorbisch. Die Sammlung der Erfahrungsberichte sorbischer Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg, veröffentlicht 2005 unter dem Titel „Tež ja mějach zbožo (Auch ich hatte Glück) wurde zum Bestseller. Ein weiteres Buch mit Schicksalen sorbischer Frauen und Mütter im Krieg ist erst unlängst im Domowina-Verlag erschienen.  
 
Michael Ziesch (* 1977) aus Neu-Jeßnitz studierte Kultur und Management und ist in seiner Freizeit Initiator und Organisator vieler ehrenamtlicher Projekte insbesondere mit Kindern und Jugendlichen. Über viele Jahre lässt er z. B. Schüler des Sorbischen Gymnasiums Bautzen spannende Ereignisse in der Lausitz filmisch dokumentieren und lehrt sie auf diese Weise den Umgang mit modernen elektronischen Medien.
Die Synchronisation mehrerer internationaler Kinofilme in die sorbische Sprache hat Ziesch initiiert und damit sorbischen Kindern und Jugendlichen in ihrer Muttersprache Themen junger Leute aus aller Welt nahe gebracht. Im sorbischen Volk hat sich Michał Cyž besonders als Musiker, Dirigent und Sänger einen Namen gemacht.
  
 
 
Bautzen, den 25. Juni 2013
 
Ćišinski-Preisträger 2013 entschieden
 
Benno Budar aus Horni Hajnk (Dreihäuser bei Räckelwitz) erhält den Ćišinski-Preis 2013 der Stiftung für das sorbische Volk. Der sorbische Schriftsteller, Lyriker, Prosaist, Herausgeber und Übersetzer erhält die Auszeichnung für sein umfangreiches literarisches, kulturgeschichtliches und identitätsstiftendes Schaffen und für die Förderung des wechselseitigen slawischen Verständnisses.  
 
Der Förderpreis geht an den Leiter des SAEK (Sächsischer Ausbildungs- und Erprobungskanal) Studio Bautzen Michael Ziesch.
Dies wurde gestern vom Kuratorium zur Verleihung des Preises entschieden.
Die Preisverleihung findet am Samstag, dem 19. Oktober 2013 in Panschwitz-Kuckau statt.
 
Der diplomierte Slawist Benno Budar (* 1946) arbeitete lange Jahre als Lektor im Domowina-Verlag Bautzen und ab 1994, bis zur Erreichung des Rentenalters, als Chefredakteur der sorbischen Kinderzeitschrift Płomjo/Płomje. Budar ist bekannt für seine volkstümliche und humorvolle, aber auch poesievolle  sorbische Sprache. Unzählige Gedichte und Erzählungen spiegeln seinen empfindsamen Umgang mit den Freuden und Leiden seiner Lausitzer Mitmenschen wider. Er übersetzte Theaterstücke für Kinder aus anderen slawischen Sprachen, schrieb Liedtexte und Texte für das „Sandmännchen“ im Fernsehen in Sorbisch. Die Sammlung der Erfahrungsberichte sorbischer Soldaten aus dem 2. Weltkrieg, veröffentlicht 2005 unter dem Titel „Tež ja mějach zbožo (Auch ich hatte Glück) wurde zum Bestseller. Ein weiteres Buch mit Schicksalen sorbischer Frauen und Mütter im Krieg soll noch in diesem Jahr erscheinen.  
 
Michael Ziesch (* 1977) aus Neu-Jeßnitz studierte Kultur und Management und ist in seiner Freizeit Initiator und Organisator vieler ehrenamtlicher Projekte insbesondere mit Kindern und Jugendlichen. Über viele Jahre lässt er z. B. Schüler des Sorbischen Gymnasiums Bautzen spannende Ereignisse in der Lausitz filmisch dokumentieren und lehrt sie auf diese Weise den Umgang mit modernen elektronischen Medien.
Die Synchronisation mehrerer internationaler Kinofilme in die sorbische Sprache hat Ziesch initiiert und damit sorbischen Kindern und Jugendlichen in ihrer Muttersprache Themen junger Leute aus aller Welt nahe gebracht.
Als Musiker, Dirigent und Sänger hat sich Michał Cyž im sorbischen Volk ebenfalls längst einen Namen gemacht.
 
 
Bautzen/Potsdam, 19. Juni 2013
  
Sorbische Sprache in Neue Medien  
 
Die sorbische Sprache muss schnellstens für ihre Nutzung in allen elektronischen Medien aufbereitet werden. Dies war die einheitliche Auffassung der Mitglieder des Stiftungsrates auf ihrer gestrigen Sitzung im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Potsdam. Dafür sollen in den nächsten 5 Jahren bis zu 6,0 Mio Euro  zur Verfügung gestellt werden, hauptsächlich aus Drittmitteln. Zur Beschaffung der notwendigen finanziellen Ressourcen soll in der Stiftungsverwaltung ein Projektkoordinator eingestellt werden. Die Mittel zur Finanzierung der Stelle sind aus dem Gesamthaushalt der Stiftung zu erwirtschaften.
 
Der Stiftungsrat unterstützt die Auffassung, dass ein Teil bisheriger Aufgaben der Stiftungsverwaltung künftig auch durch die Domowina e. V. wahrgenommen werden kann. Hierfür sollen Mittelumschichtungen künftig frei werdender Stellen und freiwilliger Personalübergang von Mitarbeitern beispielsweise der Kulturinformationen in Bautzen und Cottbus ermöglicht werden. Zur Herbstsitzung sollen abschließend alle seit 2010 erzielten Ergebnisse aus Strukturmaßnahmen in den sorbischen Einrichtungen vorgelegt werden.
 
Bezüglich der Evaluation des Sorbischen Instituts Bautzen nahm der Stiftungsrat die Stellungnahme des Wissenschaftsrates (Bewertungsbericht vom 29.04.2013) zur Kenntnis. Die strukturellen und konzeptionellen Empfehlungen, z. B. die Umwandlung freiwerdender fester Stellen in Projektstellen, sollen zügig umgesetzt werden.   
 
Weiterhin wurde beschlossen, dass sich sorbische Vereine nunmehr um Projektmanager zur Erledigung ihrer Aufgaben bemühen können. Die Aufwendungen der Stiftung dürfen jedoch 20,0 Tsd. Euro pro Projektmanager und insgesamt 200,0 Tsd. Euro pro Jahr nicht übersteigen. Über die Vergabe der Zuschüsse entscheidet der Direktor auf Empfehlung der Stiftungskommission auf der Grundlage von Anträgen nach einer Ausschreibung.
 
In einemnichtöffentlichen Teil beschloss der Stiftungsrat, die Stellen des Intendanten und des Kaufmännischen Geschäftsführers des Sorbischen National-Ensembles ab dem 1. August 2014 öffentlich auszuschreiben, wobei die derzeitigen Amtsinhaber aufgefordert sind, sich ebenfalls zu bewerben.
 
 
Helene Theurich
Vorsitzende des Stiftungsrates
 
 
Bautzen, den 31. Mai 2013
 
Tage des sorbischen Kindertheaters
 
Vom 24. bis zum 25 Mai 2013 veranstaltete die Stiftung für das sorbische Volk gemeinsam mit dem WITAJ-Sprachzentrum im Kindererholungszentrum „Querxenland“ in Seifhennersorf die 20. Tage des sorbischen Kindertheaters. Insgesamt 30 Schüler aus der Ober- und Niederlausitz nahmen an den Theaterwerkstätten teil, die von den Schauspielern des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen Mirko Brankatschk und Torsten Schlosser sowie der Theaterpädagogin Teresa Stübner geleitet wurden. Am Freitag Abend stand gemeinsames Tanzen mit den Choreografen Alexandra Wagner und Jan Kozelnický auf dem Programm.
 
 
 
Bautzen, den 25. Januar 2013 
 
Stiftungshaushalt 2013 beschlossen
 
Ausgestattet mit einem Gesamtvolumen von 18.127,9 Tsd. startet die Stiftung für das sorbische Volk ihre diesjährige Tätigkeit. Auf seiner Sitzung am Freitag, dem 25. Januar im Sorbischen National-Ensemble Bautzen beschloss der Stiftungsrat den Haushalt für das Jahr 2013. Gegenüber dem vergangenen Jahr (2012) beträgt dies eine Austockung der Zuschüsse der Zuwendungsgeber um 1.023,6 Tsd. Euro. Gleichzeitig sieht der Entwurf eine Kürzung der institutionellen Förderung um jeweils 1,5 % vor. Die Mehreinnahmen ermöglichen eine Steigerung der Projektmittel um rund 420,0 Tsd. Euro sowie um 359,0 Tsd. Euro bei Investitionen.
 
Der Stiftungsrat stimmte zu, die Tätigkeit des Vorstandsvorsitzenden der Domowina – Bund Lausitzer Sorben e. V. künftig zu vergüten. Dies soll auf vier Jahre – die Legislaturperiode dieser Wahlfunktion – befristet sein und erstmalig ab April dieses Jahres, nach den Wahlen zur Hauptversammlung des Vereins, gelten.
 
Weiterhin wurde beschlossen, alsbald eine Arbeitsgruppe zu bilden, die, bestehend aus Mitarbeitern des Sorbischen Instituts e. V., des WITAJ-Sprachzentrums, des Instituts für Sorabistik der Universität Leipzig und anderen, ein Konzept zur stärkeren Präsenz der sorbischen Sprache in den Neuen Medien, insbesondere für den Bildungssektor, entwickeln soll. Die für die Realisierung notwendigen Mittel sollen vorrangig durch Drittmittel bereitgestellt werden. Ein entsprechender Beschlussvorschlag sollte zur Juni-Sitzung vorliegen.   
 
Um die niedersorbische Sprache zu stärken und die Entwicklung sorbischen/wendischen Theaters insbesondere für Kinder und Jugendliche in der Niederlausitz voranzutreiben, sollen entsprechende Theaterprojekte für die Niederlausitz ausgeschrieben und ab 2014 gefördert werden.
 
Der Stiftungsrat beschloss auch die überarbeitete Förderrichtlinie der Stiftung für das sorbische Volk zur Unterstützung von Schülern des Sorbischen Gymnasiums Bautzen und des Niedersorbischen Gymnasiums Cottbus bei notwendiger auswärtiger Unterbringung.  
 
Der Stiftungsrat bestätigte die Mitglieder des Kuratoriums des Ćišinski-Preises der Wahlperiode 2013–2018. Demnach sind die Länder Sachsen und Brandenburg, ihrem Wunsch entsprechend, ab sofort nicht mehr im Kuratorium vertreten. Dafür wurde zusätzlich jeweils ein sorbischer Vertreter aus der Ober- und Niederlausitz ins Gremium berufen. Das Statut musste entsprechend geändert und vom Stiftungsrat beschlossen werden. Die diesjährige Ćišinski-Preisverleihung ist für den Herbst vorgesehen. 
 
 
Helene Theurich
Vorsitzende des Stiftungsrates
 
 
Bautzen, 12. November 2012
 
Stiftung spendet Sonderpreis für Kurzfilm 
 
Zum 22. Mal fand vom 6. bis 11. November 2012 das FilmFestival Cottbus statt. Das inzwischen bedeutendste Forum für den osteuropäischen Film wurde 1991 gegründet.
 
Cottbus liegt als Tor zum Osten in unmittelbarer Nähe zum polnischen Nachbarn in der zweisprachigen (deutsch/sorbischen) Region Lausitz. Erstmals lobte die Stiftung für das sorbische Volk einen Sonderpreis aus für einen Film, der sich mit den in der Lausitz beheimateten Sorben/Wenden bzw. der Zweisprachigkeit in der Lausitz beschäftigt.
 
Den mit 1.000 Euro dotierten Sonderpreis der Stiftung für das sorbische Volk erhielt ein 15-minütiger Streifen mit dem Titel „A serbsce – Und sorbisch?“ des Cottbuser Jungregisseurs Erik Schiesko. Gezeigt wurde der Kurzfilm zur 10. Cottbuser Filmschau – dem Auftakt des Festivals − am 5. November 2012  im Kino „Weltspiegel“. Er befasst sich mit dem aktuellen Thema fehlender bzw. falscher zweisprachiger Beschilderung, die im Sommer im Landkreis Bautzen bei einer Gruppe Jugendlicher eine Nacht-Aktion des Überklebens von Straßenschildern auslöste.     
 
Die Cottbuser FilmSchau gilt als Plattform und offene Bühne für ambitionierte Freizeit- und Hobbyfilmer sowie semiprofessionelle Filmemacher aus der Stadt Cottbus, der gesamten Region Berlin-Brandenburg sowie 2012 erstmals auch aus dem sächsischen Teil der Lausitz. Laut Reglement ist das Genre des Filmes frei wählbar, von Fiktion über Animation, Krimi, Komödie bis hin zu Dokumentation. Die maximale Filmlänge darf 15 Minuten betragen.
 
Über die Vergabe des Sonderpreises der Stiftung sowie anderer Preise entschied eine dreiköpfige Jury, welcher der sorbische Kameramann und Drehbuchautor Reiner Nagel aus Crostau (Landkreis Bautzen/Oberlausitz) angehörte. Die FilmSchau-Jury ließ sich von einem Vertreter der Stiftung für das sorbische Volk/Abteilung Cottbus beraten.
 
 
Bautzen, 18. Oktober 2012
 
Umfangreiche Baumaßnahmen am Haus der Sorben
Dank der großzügigen Bereitstellung von Fördermitteln des Freistaates Sachsen in Höhe von 800.000,00 EUR (Bescheid des SMWK vom 24. Mai 2012 auf Antrag der Stiftung vom 07.02.2012) kann die Stiftung dieses Jahr umfangreiche Baumaßnahmen verwirklichen.
Die Zuwendung soll zweckgebunden für Rekonstruktionsmaßnahmen im Haus der Sorben und im Gebäude des Domowina-Verlages Bautzen eingesetzt werden.
Geplant wurden folgende Ausgaben:
Rekonstruktion Haus der Sorben                                                     600.000,00 EUR
Rekonstruktion Gebäude des Domowina-Verlages GmbH                    150.000,00 EUR
 
Im Einzelnen betrifft dies folgende Investitionsmaßnahmen:
 
Rekonstruktion Haus der Sorben:
Heizung                                                                                        135.000,00 EUR
Hof                                                                                               165.000,00 EUR
1. OG ost/ EG ost                                                                          230.000,00 EUR
Medientechnik                                                                                 20.000,00 EUR
Brandschutz                                                                                 100.000,00 EUR
Gesamt                                                                                        650.000,00 EUR
Die Betonpflasterung des Hofes wurde am 17. Oktober 2012 beendet. Derzeit wird die Heizzentrale im Keller des Hauses der Sorben umgebaut. Bis Ende 2012 soll die Umstellung der Heizung von Öl auf Fernwärme abgeschlossen sein. Weitere Arbeiten sind der Umbau des großen Saales im Obergeschoss des Hauses, (Einbau einer mobilen Trennwand, Ausstattung des Saales mit moderner Medientechnik und ausfahrbarer Leinwand, Einbau einer Kleinküche und Bar im Vorraum, Modernisierung der Garderobe), Brandschutzmaßnahmen (Glastüren, Fluchtwege), Umbau des ehemaligen Cafes “Bjesada” (Gestaltung von Büro- bzw. Vereinsräumen).
Rekonstruktion Gebäude des Domowina-Verlages
Heizung (Umstellung von Öl auf Gas)
Brandschutz
Sanitärräume (Toiletten)
Dach                                                                                                                  
Gesamt                                                                                  ca. 150.000,00 EUR
Liste der an den Baumaßnahmen beteiligten Firmen (PDF)
 
Beschlussprotokolle
 
 
                                  Stiftung für das sorbische Volk
                                                Stiftungsrat
                      
                                        B e s c h l u s s p r o t o k o l l
                     der 59. Sitzung des Stiftungsrates am 18. Juni 2013 in Potsdam
  
Beschluss Nr. 395:                                                                          
 
Der Stiftungsrat stimmt der vorliegenden Tagesordnung zu.
 
Beschluss Nr. 396:
 
Der Stiftungsrat beschließt das Protokoll der Sitzung des Stiftungsrates vom 25. Januar 2013 mit der eingebrachten Änderung.
 
Beschluss Nr. 397:
 
Der Stiftungsrat stimmt zu, dass die Stiftungsverwaltung einen Werkvertrag für einen Projektkoordinator (Umsetzung des Konzepts zur Anwendung der sorbischen Sprache in den neuen Medien) für höchstens 12 Monate ausschreibt. Die Mittel für die Finanzierung der Stelle hat die Stiftung aus dem Gesamthaushalt zu erwirtschaften.
 
Beschluss Nr. 398:
 
Der Stiftungsrat nimmt die Ergebnisse des Prüfauftrags zur Kenntnis.
 
Der Stiftungsrat unterstützt die Auffassung, dass ein Teil bisheriger Aufgaben der Stiftungsverwaltung künftig auch durch die Domowina e. V. wahrgenommen werden kann. Hierfür sollen Mittelumschichtungen künftig frei werdender Stellen und freiwilliger Personalübergang von Mitarbeitern der Stiftungsverwaltung zur Domowina e. V. im Umfang von bis zu drei Stellen sowie der Stellen der Kulturinformationen in Bautzen und Cottbus (jeweils komplett!) ermöglicht werden. Bei Freiwerden einer Stelle in der Stiftungsverwaltung ist es dem Stiftungsrat vorbehalten, über ihre künftige Nutzung zu entscheiden.
 
Der Direktor der Stiftung wird beauftragt, bis zur Herbstsitzung des Stiftungsrates einen Abschlussbericht aller seit dem Jahr 2010 erzielten Ergebnisse von Strukturmaßnahmen in den sorbischen Einrichtungen vorzulegen.
 
Beschluss Nr. 399:
 
Der Stiftungsrat nimmt die Stellungnahme des Wissenschaftsrates zum Bewertungsbericht des Sorbischen Instituts e. V. vom 29.04.2013 zur Kenntnis. Dem Stiftungsrat ist bezüglich der Umsetzung der strukturellen und konzeptionellen Empfehlungen des Wissenschaftsrates in der Herbstsitzung 2013 zu berichten.
 
Freiwerdende feste Stellen sind künftig in Projektstellen umzuwandeln.
 
Die Einwerbung von Drittmitteln ist zu verstärken und das Ergebnis dem Stiftungsrat zu berichten. Bis zur Erstattung des Berichts wird der Beschluss Nr. 359 vom 30.06.2011 weiter ausgesetzt. 
 
Beschluss Nr. 400:
 
Der Stiftungsrat stimmt der Änderung des Statutes des Ćišinski-Preises der Stiftung für das sorbische Volk in der Fassung vom 18. Juni 2013 zu.
 
Beschluss Nr. 401:
 
1.     Der Stiftungsrat nimmt die Aufstockung der Zuschüsse an sorbische 
Einrichtungen wegen Tarifsteigerungen gemäß Vorlage zur Kenntnis. Der Mehrbedarf ist durch Einsparungen im Gesamthaushalt der Stiftung zu erwirtschaften.
 
2.     Der Stiftungsrat verweist die Projektanträge des SI an die Stiftungskommission.
 
3.     Der Stiftungsrat nimmt die Eckdaten des Entwurfs des Haushaltsplanes 2014 zur Kenntnis. Der Entwurf des Haushaltsplanes ist – abweichend von der Geschäftsordnung – bis zum 15.10.2013 der Stiftungskommission vorzulegen.
 
Beschluss Nr. 402:
 
Der Stiftungsrat stimmt zu, dass die Stiftung für das sorbische Volk sorbischen Vereinen Zuwendungen im Wege der Projektförderung gewährt, die zur Finanzierung von Personalausgaben von Projektmanagern verwendet werden dürfen. Die Aufwendungen der Stiftung pro Projektmanager dürfen 20,0 Tsd. Euro und insgesamt 200,0 Tsd. Euro pro Jahr nicht übersteigen. Über die Vergabe der Zuschüsse entscheidet der Direktor auf Empfehlung der Stiftungskommission auf der Grundlage von Anträgen nach einer Ausschreibung.
 
Beschluss Nr. 403: (nichtöffentlicher Teil)
 
Der Stiftungsrat beschließt, die Stellen der/des Intendantin/-en und des/der Kaufmännischen Geschäftsführers/-in durch öffentliche Ausschreibung ab 01.08.2014 zu besetzen. Die Laufzeit der Verträge soll 3 Jahre betragen. Beide derzeitigen Amtsinhaber sind ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Kenntnisse der Bewerber zur sorbischen Sprache und Kultur sind erwünscht. Die Besetzung der Stelle des Kaufmännischen Geschäftsführers soll nach der Entscheidung zur Besetzung der Intendantenstelle erfolgen.
Für die Auswahl der Bewerber wird der Stiftungsrat eine Findungskommission − bestehend aus 5 externen Fachleuten − berufen, der der Direktor der Stiftung zur Seite steht.
 
   
 
 
                                            Stiftung für das sorbische Volk
                                                       Stiftungsrat
 
                                           
                                                B e s c h l u s s p r o t o k o l l
                        der 58. Sitzung des Stiftungsrates am 25. Januar 2013 in Bautzen
  
Beschluss Nr. 384:                                                                                    
 
Der Stiftungsrat stimmt der vorliegenden Tagesordnung mit den Änderungen zu.
 
Beschluss Nr. 385:
 
Der Stiftungsrat beschließt das Protokoll der Sitzung des Stiftungsrates vom 08. Juni 2012.
 
Beschluss Nr. 386:
 
Der Stiftungsrat stimmt zu, die unverbrauchten Mittel (Restmittel) des Haushaltsjahres 2012 für die Rückführung des im HH-Jahr 2011 entnommenen Stiftungsvermögens zu verwenden.
 
Beschluss Nr. 387:
 
Der Stiftungsrat beschließt die Bildung einer Arbeitsgruppe aus Mitarbeitern des Sorbischen Instituts e. V., des WITAJ-Sprachzentrums, des Instituts für Sorabistik der Universität Leipzig, der Projektstelle Neue Medien und Herrn Budar als Vertreter des Stiftungsrates zur Entwicklung eines Konzeptes für die Anwendung der sorbischen Sprache in den elektronischen Medien und im Bildungsbereich. Die für die Umsetzung notwendigen Mittel sollen außerhalb des Stiftungshaushaltes bereitgestellt werden. Ein entsprechender Beschlussvorschlag sollte zur Juni-Sitzung vorliegen.   
 
Beschluss Nr. 388:
 
1.     Der Stiftungsrat beschließt den Haushaltsplan der Stiftung für das sorbische Volk für das Jahr 2013 in der geänderten Fassung vom 25. Januar 2013.
 
2.   Der Stiftungsrat beschließt die Bewirtschaftungsgrundsätze für die
      Stiftungsverwaltung in der vorliegenden Fassung.
 
3.     Der Stiftungsrat beschließt die Bewirtschaftungsgrundsätze für die institutionellen Zuwendungsempfänger in der Fassung der Anlage 2.
 
Beschluss Nr. 389:
 
Der Stiftungsrat beauftragt den Direktor mit der Ausschreibung von Projekten sorbischen/wendischen Theaters in der Niederlausitz entsprechend dem Entwurf vom 25. Januar 2013.
 
Beschluss Nr. 390:
 
Die Stiftungsverwaltung erhält den Auftrag, unter Einbeziehung von Verwaltungsfachleuten und Juristen Lösungswege zu den im Stiftungsrat erörterten Umstrukturierungen zu erarbeiten, die organisatorischen, wirtschaftlichen und arbeitsrechtlichen Konsequenzen abschließend zu prüfen und mit einer Beschlussfassung dem Stiftungsrat in der nächsten Ratssitzung zur Entscheidung vorzulegen.
Die schriftlichen Stellungnahmen der Mitglieder des Stiftungsrates werden Bestandteil des Berichts. Die Mitglieder des Stiftungsrates erhalten die Möglichkeit, der Stiftungsverwaltung binnen drei Wochen Dokumente zuzuleiten, deren Beachtung sie in der Aufarbeitung wünschen.
 
Beschluss Nr. 391:
 
Der Stiftungsrat nimmt die Tätigkeitsberichte der Beiräte des Sorbischen National-Ensembles GmbH und des Domowina-Verlages GmbH für das Geschäftsjahr 2011 zur Kenntnis. Er bevollmächtigt den Direktor, die Beiräte für das Geschäftsjahr 2011 zu entlasten, wenn seine Prüfung der vorgetragenen Sachverhalte zu keiner rechtlichen Beanstandung führt. 
 
Beschluss Nr. 392:
 
Der Stiftungsrat stimmt der Berufung des Herrn Krystof Rjeda als neues Mitglied des Beirates des Domowina-Verlages zu.
 
Beschluss Nr. 393:
 
Der Stiftungsrat beschließt die Förderrichtlinie der Stiftung für das sorbische Volk über die Gewährung einer Zuwendung an Internatsschüler des Sorbischen Gymnasiums Bautzen und des Niedersorbischen Gymnasiums Cottbus vom 25. Januar 2013.
 
Beschluss Nr. 394:
 
Der Stiftungsrat stimmt der Änderung des Statutes des Ćišinski-Preises der Stiftung für das sorbische Volk in der Fassung vom 25. Januar 2013 zu.
 
Der Stiftungsrat bestätigt die Mitglieder des Kuratoriums des Ćišinski-Preises der Wahlperiode 2013–2018.
 
 
 

 

 
 
 
Stiftung für das sorbische Volk
Stiftungsrat
 
                                           
                          
                                            B e s c h l u s s p r o t o k o l l
                    der 57. Sitzung des Stiftungsrates am 8. Juni 2012 in Dresden
 
 
Beschluss Nr. 372:
 
Der Stiftungsrat stimmt der vorliegenden Tagesordnung mit Änderungen zu.
 
Beschluss Nr. 373:
 
Der Stiftungsrat beschließt das Protokoll der Sitzung des Stiftungsrates vom 24. November 2011 mit der eingebrachten Ergänzung.
 
Beschluss Nr. 374 (nichtöffentlicher Teil):
 
Der Stiftungsrat beschließt, den bestehenden Dienstvertrag und die Berufung zum Direktor bis zum 31.12.2015 zu verlängern. 
 
Beschluss Nr. 375 (nichtöffentlicher Teil):
 
1. Der Stiftungsrat beschließt, den Arbeitsvertrag der Intendantin des Sorbischen National-Ensembles GmbH zu den bestehenden Konditionen um ein Jahr bis zum 31.07.2014 zu verlängern.
 
Beschluss Nr. 376 (nichtöffentlicher Teil):
 
Der Stiftungsrat beauftragt den Direktor der Stiftung in dessen Funktion als Gesellschafter der SNE GmbH, Verhandlungen mit zuständigen Gewerkschaften aufzunehmen, um einen Haustarifvertrag für Mitarbeiter des SNE zu erreichen.
 
Beschluss Nr. 377:
 
Der Direktor wird beauftragt, mit dem Landkreis Bautzen als Träger des DSVTh Bautzen Sondierungsgespräche mit dem SNE über eine künftige Zusammenarbeit – unter Beteiligung des Kulturraumes - aufzunehmen.
 
Der Direktor wird beauftragt, eine Ausschreibung von Konzepten für Projekte sorbisch/wendischen Theaters insbesondere für Kinder und Jugendliche in der Niederlausitz vorzubereiten. Die Ergebnisse sind zur nächsten Sitzung vorzulegen.  
 
Beschluss Nr. 378:
 
Der Direktor wird beauftragt, bis zur nächsten Sitzung des Stiftungsrates die Umsetzbarkeit der Vorschläge der Domowina e. V. zu prüfen und diese durch Entwürfe für Wirtschaftspläne, Stellenpläne und Organigramme zu präzisieren. 
 
Beschluss Nr. 379:
 
Der Stiftungsrat stellt die Verwendung von Personalausgaben des Sorbischen Institutes e. V. für die im Haushaltsjahr 2012/13 freiwerdenden Stellen unter den Vorbehalt der Zustimmung des Stiftungsdirektors.
 
Beschluss Nr. 380:
 
1. Der Stiftungsrat stimmt zu, die Restmittel des Haushaltsjahres 2011 i. H. v. 9.193,98 Euro für die Rückführung des im HH-Jahr 2011 entnommenen Stiftungsvermögens zu verwenden.
 
2. Der Stiftungsrat nimmt die Eckdaten des Entwurfs des Haushaltsplanes 2013 zur Kenntnis. Der Entwurf des Haushaltsplanes ist – abweichend von § 7 Abs. 4 der Geschäftsordnung – bis zum 15.10.2012 der Stiftungskommission vorzulegen.
 
Beschluss Nr. 381:
 
Der Stiftungsrat stimmt folgenden Personen als Mitgliedern der neuen Beiräte zu:
 
1.     Beirat SNE:                                           Bettina Sturm, Gabriel Krawc,
                                                                       Jürgen Hinz
2.     Beirat Domowina-Verlag:                        Cosima Stracke-Nawka, Hans Eggert,
                                                                 Martin Hofmann.
 
Beschluss Nr. 382:
 
Der Stiftungsrat nimmt zur Kenntnis, dass unter den Zuwendungsgebern der Stiftung für das sorbische Volk Einvernehmen darüber besteht, dass
-        die Prüfung der Verwendungsnachweise 1992–1999 der Stiftung nicht  fortgeführt wird und
-        somit die Stiftungshaushalte der Haushaltsjahre 1992–1999 abgeschlossen sind.
 
Beschluss Nr. 383:
 
Der Stiftungsrat beschließt, die Entscheidung zum Kauf des Gebäudes des Wohnheimes Cottbus, Sielower Str. 39, zurückzustellen. Der Direktor erhält den Auftrag, bis zur Herbstsitzung 2012 gemeinsam mit der Rechtsaufsichtsbehörde Bedingungen einer Kreditaufnahme zu prüfen und mit dem Verkäufer der Immobilie weiter zu verhandeln.
 
 
 
 
Stiftung für das sorbische Volk
Stiftungsrat
                                     
 
                                               B e s c h l u s s p r o t o k o l
                       der 56. Sitzung des Stiftungsrates am 24. November 2011 in Cottbus
 
 
Beschluss Nr. 363:
 
Der Stiftungsrat stimmt der vorliegenden Tagesordnung zu.
 
Beschluss Nr. 364:
 
Der Stiftungsrat beschließt das Protokoll der Sitzung des Stiftungsrates vom 30. Juni 2011 ohne Änderungen.
 
Beschluss Nr. 365:
 
1. Der Stiftungsrat beschließt den Haushaltsplan der Stiftung für das sorbische Volk
    für das Jahr 2012 in der vorliegenden korrigierten Fassung. 
 
2. Der Stiftungsrat beschließt die Bewirtschaftungsgrundsätze in der vorliegenden
    Fassung. Diese gelten für die Stiftungsverwaltung. Für die institutionellen
    Zuwendungsempfänger werden diese entsprechend angewendet.
 
3. Der Stiftungsrat beauftragt den Direktor der Stiftung, bis zur Frühjahrssitzung 2012
    ein überarbeitetes Konzept für das Sorbische National-Ensemble vorzulegen, das 
    die Sorbische Musikakademie als integrierten Bestandteil des SNE in der
    ursprünglichen Fassung vom Mai 2010 vorsieht.
 
Beschluss Nr. 366:
 
1. Der Stiftungsrat setzt den Beschluss Nr. 359 vom 30. Juni 2011 bis zu seiner
    Sitzung im Herbst 2012 aus.
 
2. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst wird den
    Wissenschaftsrat um eine zeitnahe Evaluation des Sorbischen Institutes e. V.
    bitten. Entsprechende Ergebnisse sind vorzulegen.
 
3. Die Kompensation der damit verbundenen Mehrausgaben im Vergleich zu
    Beschluss Nr. 359 erfolgt aus Projektmitteln der Stiftung und durch
    Eigenerwirtschaftung des Sorbischen Institutes e. V..
 
Beschluss Nr. 367:
 
Der Stiftungsrat nimmt die Tätigkeitsberichte des Beirates der SNE GmbH und des Beirates der Domowina-Verlag GmbH für das Geschäftsjahr 2010 zustimmend zur Kenntnis. Er bevollmächtigt den Direktor, die Beiräte für das Geschäftsjahr 2010 zu entlasten. 
 
Beschluss Nr. 368:
 
Der Stiftungsrat stimmt der Berufung von Herrn Jürgen Hinz als neuem Mitglied des Beirates der SNE GmbH zu.
 
Beschluss Nr. 369:
 
1. Der Stiftungsrat stimmt zu, in der Hauptgruppe 4 Personalausgaben bis zu     
    7,0 Tsd. Euro über den Plan 2011 zu verausgaben. Die Deckung erfolgt durch 
    Einsparungen im Gesamthaushalt.
 
2. Der Stiftungsrat stimmt zu, im Titel 517 60 – Bewirtschaftung der Grundstücke, 
    Gebäude und Räume – bis zu 53,0 Tsd. Euro über den Plan 2011 zu
    verausgaben. Die Deckung erfolgt durch Einsparungen im Gesamthaushalt.
 
Beschluss Nr. 370:
 
Der Stiftungsrat nimmt zur Kenntnis, dass entsprechend seinem Beschluss Nr. 343 vom 25. November 2010 die Erarbeitung von WITAJ-Qualitätsstandards erst Anfang 2013 abgeschlossen werden kann. Die Diskussion zur Höhe der Förderung von Trägeranteilen für Kindertageseinrichtungen des Sorbischen Schulvereins e. V. wird ab 2013 wieder aufgegriffen.
 
Beschluss Nr. 371:
 
Der Stiftungsrat stimmt der Änderung des Gesellschaftsvertrages der Sorbisches National-Ensemble GmbH dahingehend zu, dass der Wortlaut des § 5 Abs. (2) in der jetzigen Fassung gestrichen und ersetzt wird durch:
 
„Die Gesellschaft wird nach außen von einem Geschäftsführer vertreten.“ 
 
 
  
 
Stiftung für das sorbische Volk
Stiftungsrat
 
                                 
                                         B e s c h l u s s p r o t o k o l l
              der 55. Sitzung des Stiftungsrates am 30. Juni 2011 in Bautzen
 
 
Beschluss Nr. 355:
 
Der Stiftungsrat stimmt der vorliegenden Tagesordnung mit den eingebrachten Änderungen zu.
 
Beschluss Nr. 356:
 
Der Stiftungsrat beschließt das Protokoll der Sitzung des Stiftungsrates vom 31. März 2011.
 
Beschluss Nr. 357:
 
Die Stiftung beabsichtigt, das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen ab 2013 mit
1.050,0 Tsd. Euro jährlich zu fördern. Der Stiftungsdirektor wird beauftragt, mit den Finanzierungspartnern des DSVTh ein entsprechendes Finanzierungsmodell zu verhandeln.
 
Beschluss Nr. 358:
 
Der Stiftungsdirektor wird beauftragt, bis zur nächsten Sitzung des Stiftungsrates mit den nachfolgend genannten Institutionen Gespräche zu führen und das vorliegende Konzept in Zusammenarbeit mit den Zuwendungsgebern juristisch, organisatorisch und finanziell zu prüfen:
 
1.       Die Stiftung für das sorbische Volk schlägt vor, aus dem WITAJ-Sprachzentrum, den Regionalsprechern der Domowina e. V., der Domowina-Verlag GmbH, den Projektmitarbeitern der Stiftungsverwaltung und den Sorbischen Kulturinformationen in Bautzen und Cottbus die „Haus der sorbischen Sprache“ gGmbH als Kerneinrichtung der sorbischen sprach- und basisnahen Kulturarbeit in Trägerschaft der Domowina e.V. zu errichten.
 
2.       Unter der Bedingung, dass die Domowina e.V. den Vorschlag annimmt und hierzu mit der Stiftung für das sorbische Volk eine Vereinbarung abschließt, sollen folgende Strukturmaßnahmen wirksam werden:
 
 
a, Die Stiftung übergibt die Gesellschafteranteile an der Domowina-Verlag GmbH an
    die Domowina e.V., die diese zur „Haus der sorbischen Sprache“ gGmbH
    profilieren soll.
 
b, Die Kernverwaltung der Stiftung soll auf die Bewirtschaftung der zur Verfügung
    stehenden Mittel reduziert werden; auf eine Bewilligungsstelle.
 
c, Mit der Immobilienverwaltung, die Teil der Stiftungsverwaltung bleiben soll, soll die
    Anzahl der Stellen der Stiftungsverwaltung 19,75 nicht übersteigen.
 
d, Ab dem Jahr 2013 erfolgt ein Abbau von weiteren 2 Stellen auf dann 17,75
    Stellen.
 
e, Für die Beurteilung von Projektanträgen werden ehrenamtliche Fachbeiräte bei der
    Stiftung geschaffen.
 
f, Die Regionalbüros der Stiftung in Schleife, Hoyerswerda und Crostwitz sollen
   aufgelöst werden; es sollen die Standorte Bautzen und Cottbus verbleiben.
 
g, Die bisherige Realisierung von eigenen Vorhaben der Stiftung, Beratung Dritter
    bei der Planung und Realisierung von Projekten und die Entwicklung von 
    Konzepten sorbischer Kulturarbeit soll ab dem Jahr 2013 mit 5,25 Stellen und 
    entsprechenden Finanzmitteln in die zu bildende „Haus der sorbischen Sprache“
    gGmbH wechseln.
 
h, Die Sorbischen Kulturinformationen in Bautzen und Cottbus sollen ab dem Jahr
    2013 mit 4 Stellen und entsprechenden Finanzmitteln in die zu bildende „Haus der 
    sorbischen Sprache“ gGmbH wechseln.
 
i, Die Stiftung übergibt in logischer Konsequenz die Gesellschafteranteile auch der
   SNE GmbH an die Domowina e. V. (für die Übergabe der Gesellschafteranteile - für
   einen symbolischen Preis - ist die Änderung der Satzung notwendig).
 
j, Die Stiftung für das sorbische Volk fördert die Domowina e.V. als eine Verwaltung
   zur Sicherung der Aufgaben der Interessenvertretung des sorbischen Volkes mit 
   folgenden Beträgen:
 
                          -   im Jahr 2013 mit          850,0 Tsd. Euro,
              -  im Jahr 2014 mit          875,0 Tsd. Euro.
 
      k, Die Anzahl der durch die Stiftung geförderten Stellen der Domowina e.V. darf ab
          dem Jahr 2013 nicht mehr als 12 betragen.
 
3.      Die Stiftung für das sorbische Volk fördert die „Haus der sorbischen Sprache“ gGmbH als Kerneinrichtung der sorbischen sprach- und basisnahen Kulturarbeit in Trägerschaft der Domowina e.V. mit folgenden Beträgen:
 
- im Jahr 2013 mit           4.890,0 Tsd. Euro,
- im Jahr 2014 mit           5.010,0 Tsd. Euro.
 
Darin sind die Kosten der Herstellung von pädagogischer und schöngeistiger Literatur, von Zeitungen und Zeitschriften und diese begleitenden Produkten und Leistungen enthalten.
 
4.      Die Anzahl der durch die Stiftung (institutionell) geförderten Stellen der „Haus der sorbischen Sprache“ gGmbH darf ab dem Jahr 2013 inkl. aller aus der Stiftungsverwaltung, der Verwaltung der Domowina e. V., dem WITAJ-Sprachzentrum und der Domowina-Verlag GmbH zugeführten Stellen nicht mehr als 79 betragen.
 
5. Stellenkürzungen hält die Stiftung für das sorbische Volk im Bereich der Verwaltung,
    des Vertriebs und des Marketings für möglich.
 
6.  Die Stiftung für das sorbische Volk erwartet, dass unter diesem Dach eine sorbische
    Internetagentur zur Entwicklung neuer Medienangebote, finanziert aus Projektmitteln
    der Stiftung, entsteht.
 
7. Die Stiftung für das sorbische Volk erwartet auch, dass die „Haus der sorbischen
    Sprache“ gGmbH eigene Projektvorhaben der Stiftung weiterführt.
 
8. Gesellschafter der gGmbH soll die Domowina e. V. werden.     
 
Beschluss Nr. 359:
 
1. Die Stiftung für das sorbische Volk wird das Sorbische Institut e. V. institutionell mit
    folgenden Beträgen fördern:
 
                 - im Jahr 2013 mit         1.450,0 Tsd. Euro,
                 - im Jahr 2014 mit         1.400,0 Tsd. Euro.
 
2. Die Anzahl der durch die Stiftung geförderten Stellen soll sich ab dem Jahr 2013 auf
    nicht mehr als 18,5 reduzieren.
 
3. Die Stiftung für das sorbische Volk wird darüber hinaus ab dem Jahr 2013 mindestens
    100,0 Tsd. Euro zur Kofinanzierung wissenschaftlicher Projekte zur Verfügung stellen,
    soweit diese dem Stiftungszweck dienen.
 
Beschluss Nr. 360:
 
1.    Die Stiftung für das sorbische Volk wird die Projektförderung bis 2013 schrittweise auf 2.000,0 Tsd. Euro (2014 auf 2.100,0 Tsd. Euro) ausbauen.
 
2.   Es sind Fachkommissionen zu bilden, welche die Anträge prüfen und den    Stiftungsgremien Förderempfehlungen unterbreiten (Projektförderung inkl. eigener Projekte). Die Kommissionen sind unbedingt auch mit Fachleuten aus und für die Niederlausitz zu besetzen. Die Bildung der Kommissionen erfolgt nach Bereichen entsprechend der gebräuchlichen Gliederung der AGs (Sprache / Medien / Wissenschaft, Museen / Kunst, Bühne).
 
3.    Die Schaffung befristeter Stellen für Sachbearbeiter/Manager für Vereine/Verbände
     bzw. im Bereich Neue Medien (sorbische Internetagentur) ist im Rahmen der
     aufgestockten Projektförderung zu sichern.
 
Beschluss Nr. 361:
 
Der Stiftungsrat beauftragt den Direktor der Stiftung mit der Aufstellung eines Entwurfes des Haushaltsplanes 2012 der Stiftung mit nachfolgenden Prämissen: 
 
1. Investitionen werden nicht in Höhe von 300,0 Tsd. Euro, sondern lediglich in Höhe von
    150,0 Tsd. Euro geplant. Die Modernisierung des Wendischen Museums Cottbus ist 
    entsprechend zeitlich über das Jahr 2012 hinauszustrecken.
 
2. Globale Minderausgaben in Höhe von etwa 2 % des für das Jahr 2012 ermittelten
    notwendigen Zuschusses für alle von der Stiftung geförderten Einrichtungen mit
    Ausnahme des SNE.
 
3. Projektmittel verbleiben auf der Höhe der Ansätze des Jahres 2011. 
 
Beschluss Nr. 362:
 
Der Stiftungsrat beschließt die „Richtlinie der Stiftung für das sorbische Volk zur Ausbildungsförderung für Erzieherinnen und Erzieher (Fachbereich Sozialwesen) durch Büchergeld“ in der korrigierten Fassung.
 
DRUCKVERSION HOME >>>

Last UpDate 16.01.2010 - based on CSalrCMS 4.2 Build 1453 by CS active 2002 - Global Solutions @ Christoph Sareng